Negative Kerzenformation bestätigt sich nicht
Charttechnik bei Eon hellt sich leicht auf

Die vergangene Woche war geprägt durch starke politische Beeinflussungen der Börse. Nach Bekanntgabe möglicher Neuwahlen konnte man fast von einer kleinen "Merkel"-Hausse sprechen. Dabei rückten insbesondere Titel wie Eon in das Blickfeld. Spekulationen auf stärkere Veränderungen im Bereich der Energiepolitik sorgten für Kursverluste bei alternativen Energie-Aktien und Gewinne bei etablierten Versorgern wie Eon.

DARMSTADT. Der Wert der Eon-Aktie hat sich von März 2003 bis Februar 2005 verdoppelt. Im Chart unten ist dieser Aufwärtstrend allerdings nur als flacher Trend unten zu sehen und verläuft zurzeit bei circa 65 Euro. Der Chart wurde auf einen kurzen Zeitraum (seit Dezember 2004) beschränkt, um ihn als Kerzenchart darzustellen. Hierbei kann man eine Vielzahl von typischen Formationen erkennen, die Rückschlüsse auf die mögliche weitere Kursentwicklung zulassen. Anfang März entstand ein "Evening Star" (Abendstern), bestehend aus drei Kerzen: einer langen weißen zu Beginn, gefolgt von einer höher liegenden kleinen Kerze und abgeschlossen durch eine lange schwarze Kerze folgen. Bestätigt wurde die negative Abendstern-Formation durch mehrtägige starke Kursverluste im Anschluss.

In der abgelaufenen Woche hat sich nach dem starken Anstieg vom letzten Montag eine lange weiße Kerze gebildet, gefolgt von einer schwarzen Kerze leicht darüber. Auch diese Formation ist negativ zu bewerten: Es könnte ein "negative thrusting" (frei übersetzt: "Abstecher") vorliegen. Allerdings erfolgte keine Bestätigung für diese Formation. Im Gegenteil: Durch eine weitere lange weiße Kerze am Donnerstag war die sich abzeichnende Formation kein Thema mehr. Vielmehr muss nach einer so langen Kerze bis an die alten Höchstkurse genau beobachtet werden, ob sich nun die Kurse weiter nach oben bewegen, oder sich hier nun dunkle Kerzen mit negativen Vorzeichen zeigen. Nicht selten spiegelt sich in einer solch langen Kerze ein letzter Schub der Kurse wider.

Hans Schulz-Dieter ist Experte für technische Analyse und Mitherausgeber der Hoppenstedt-Charts, Carl Weber ist sein Mitarbeiter.

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