Nikkei-Index
Japanische Standardwerte sind äußerst anfällig

Die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten haben auch den japanischen Nikkei-Index in Mitleidenschaft gezogen. Bereits geringfügig weiter fallende Notierungen würden schon zu einer weiteren signifikanten Eintrübung der charttechnischen Perspektiven führen.

DÜSSELDORF. Ein erstes ernstzunehmendes Warnsignal war der Ende Oktober des vergangenen Jahres vollzogene Bruch des seit den Tiefständen von 2003 existierenden Aufwärtstrends, der aktuell bei 17 446 Punkten verläuft. Im Rahmen der darauf einsetzenden Baisse wurden ohne große Gegenwehr signifikante Unterstützungen in Form von Tiefpunkten aus den Jahren 2006/2007 bei 15 262 Punkten und 14 046 Punkten unterschritten. Ein weiterer Verfall konnte während der vergangenen Wochen durch den alten, im November 2005 überwundenen Abwärtstrend aufgehalten werden, der aktuell bei 12 850 Punkten verläuft. Zum Ende der vergangenen Woche wurde der Trend sogar knapp unterschritten. Die Bedeutung dieser Marke sollte nicht unterschätzt werden, da der angeführte Trend die gesamte Baisse seit Anfang der 90er Jahre begleitete und bei einem Rückfall die spätere Erholung in Frage gestellt werden müsste. Die Bedeutung dieser Zone wird zudem durch die Nackenlinie einer im August 2005 vervollständigten Bodenformation verstärkt, die nur geringfügig tiefer verläuft und sich aus der Verbindung der Hochpunkte vom Mai 2002 und April 2004 bei 12 081 bis 12 189 Punkten ergibt. Bei einem Abgleiten unter diese Marken wartet die nächste Auffangzone erst im Bereich von 10 770 bis 10 489 Punkten. Hier liegen eine ganze Reihe von signifikanten Tiefpunkten aus den Jahren 2004/2005.

Daher ist der Nikkei 225 aus Anlegersicht derzeit ein heißes Eisen. Zu einer Aufhellung der charttechnischen Perspektiven käme es erst bei einem Anstieg über das Tief von 14 045 Punkten vom Juni 2006. Mit dem Sprung über das aus der Erholung resultierende Korrekturhoch bei 14 105 Punkten wäre zudem eine kurzfristige Bodenformation unterschritten, die auf eine Fortsetzung der Stabilisierung hoffen ließe.

Der Autor ist Analyst bei HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%