Nikkei-Index mit hohem Kurspotenzial
Börse Tokio steht im kommenden Jahr vor dem Comeback

Das in Kürze endende Börsenjahr 2006 war aus Sicht der japanischen Anleger eher unbefriedigend. Die Aktienkurse am heimischen Aktienmarkt konnten seit Jahresbeginn gerade Mal um rund vier Prozent zulegen. Andere große Börsenbarometer schnitten hingegen deutlich besser ab. Die Aussichten für 2007 sind zurzeit recht positiv. Vor allem, wenn der Kabutocho eine sehr solide Widerstandslinie aus dem Weg räumen kann. In diesem Fall wäre das künftige Kurspotenzial immens.

DÜSSELDORF. Bei der Analyse des Nikkei haben wir vor allem den nebenstehenden Langfristchart auf Monatsbasis, beginnend mit dem Jahr 1984, analysiert. Ende November des vergangenen Jahres konnte mit dem nachhaltigen Bruch des seit Januar 1990 gültigen Abwärtstrends bereits eine wichtige Hürde genommen werden. Im Anschluss ging es für die japanischen Blue Chips rasch in Richtung Norden. Im April dieses Jahres endete die Aufwärtsbewegung an der horizontalen Widerstandslinie bei 16 900 Punkten. Diese Haltelinie hat ihren Ursprung im Oktober 1986 und ist mit mehreren Auflagepunkten recht stabil. Nach einer kurzen, aber heftigen technischen Korrektur, ging es im Mai für den Nikkei wieder aufwärts. Dabei konnte zuletzt die bereits erwähnte langfristige Begrenzungslinie bei 16 900 Zählern leicht überschritten werden.

Ein neues und nachhaltiges Kaufsignal liegt bislang jedoch noch nicht vor. Wird dieses in absehbarer Zeit geliefert, dürfte die technische Ampel für die Börse Tokio auf Grün springen. Kurzfristig wäre das bis dato gültige Jahresverlaufshoch bei 17 563,30 Punkten auf Tages- und Wochenbasis das Ziel. Im Monatschart liegt das theoretische Aufwärtspotenzial dagegen deutlich höher. Der nächste ernst zu nehmende Widerstand wartet erst bei 21 000 Zählern. Kursziele darüber hinaus sind zurzeit eher noch Zukunftsmusik. Aber auch das mögliche Scheitern des Ausbruchsversuchs soll berücksichtigt werden. Bei der Analyse des Kurzfristcharts auf Tagesbasis haben wir bei 16 450 Punkten eine stabile Unterstützung ausgemacht.

Christian Henke ist technischer Analyst bei der WestLB AG und Mitglied im Berufsverband Technische Analyse

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