Raum für weitere Kursgewinne: Nikkei-Index bricht aus dem Bärenmarkt aus

Raum für weitere Kursgewinne
Nikkei-Index bricht aus dem Bärenmarkt aus

Der japanische Leitindex Nikkei-225 hat im vergangenen Jahr ein beachtliches Comeback gefeiert. Nach einem Sprung um gut 40 Prozent dürfte der seit Beginn der 90er-Jahre bestehende "Bärenmarkt" am japanischen Aktienmarkt beendet sein.

BAD HOMBURG. Damals notierte der Nikkei-Index in der Spitze bei rund 39 000 Punkten, bevor eine lange Zeit des Darbens einsetzte. In der langen Abwärtsbewegung kam es zur Ausbildung eines groß angelegten Korrekturmusters (Punkte A-B-C, siehe Grafik), welches erst mit dem Tief von 7 608 Punkten im April 2003 seinen Abschluss fand.

Das folgende Anstiegsmuster erfüllt so ziemlich alle für einen neuen Hausse-Impuls notwendigen Anforderungen. Selbst extremste Widerstände wie etwa die Zone zwischen 14 400 und 14 750 Punkten, wo der langfristige Abwärtstrend und ein wichtiger horizontaler Widerstand aufeinander trafen, wurden in dieser Bewegung problemlos geknackt. Zwar ist der Aufwärtstrend nicht spurlos an den Tages- und Wochenindikatoren vorüber gegangen, wo auf breiter Front starke Überhitzungen zu beobachten sind. Solange es aber bei einer anhaltend hohen Dynamik wie in den vergangenen Wochen und Monaten bleibt, relativiert sich dieser Makel.

Zudem sind auch auf dem aktuellen Niveau noch keine aussagekräftigen, auf eine größere Auszeit deutenden Signale erkennbar, so dass von weiteren Zugewinnen ausgegangen werden kann. Als mögliches Zwischenziel bietet sich der Bereich von 17 800 bis 18 000 Punkten, darüber hinaus stellt der Widerstand bei 20 500 Punkten ein markantes Hindernis dar. Langfristig aber dürfte das Potenzial selbst in diesem Bereich noch nicht erschöpft sein.

Um das nahezu lehrbuchreife, auf allen Zeitebenen verheißungsvolle charttechnische Bild im Nikkei zu trüben, müsste es schon zu einer signifikanten und nachhaltigen Rückkehr des Indexes unter 14 200 Punkte kommen. Auf diesem Niveau verläuft der gebrochene Baisse-Trend. Sollte dieses unwahrscheinliche Szenario eintreten, sollten Anleger Stopp-Loss-Kurse an der jeweiligen Position dieses Abwärtrstrends festmachen.

Der Autor ist technischer Analyst bei Staud Research in Bad Homburg.

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