Rentenmarkt
Optimismus für den Bund-Future

Nach den Kurseinbrüchen im Sommer, strebt das Rentenbarometer nun wieder in Rekordhöhen. Im Rahmen der Aufwärtsbewegung wurden Schritt für Schritt wichtige Hürden aus dem Weg geräumt. Der Charttechniker Rainer Sartoris hält sogar ein neues Allzeithoch für möglich.

DÜSSELDORF. Anleger am Rentenmarkt können sich mit Blick auf die Kursentwicklung des Bund-Future nicht über mangelnde Abwechslung beschweren. Nach einem soliden Jahresstart kam es im Sommer zu kräftigen Kurseinbußen. Ausgehend von seinem Juli-Tief setzte das Rentenbarometer dann aber zu einer Erholung an, die es mit Blick auf die aktuelle charttechnische Konstellation auf ein neues Jahreshoch katapultieren dürfte. Selbst ein Angriff auf das aus dem Jahr 2005 resultierende Allzeithoch nimmt Züge an.

Dabei präsentierte sich im Juni und Juli dieses Jahres noch ein völlig anderes Bild. Damals drohte noch ein nachhaltiger Fall unter die Jahrestiefstände aus dem Jahr 2007, der einen weiteren Kursrutsch nach sich gezogen hätte. Letztendlich gelang jedoch in diesem Bereich eine Stabilisierung und ausgehend von diesen Niveaus die Etablierung eines neuen Haussetrends. Im Rahmen der Aufwärtsbewegung wurden Schritt für Schritt wichtige Hürden aus dem Weg geräumt: Nach langem Kampf konnte die sogenannte 200-Tages-Glättungslinie zurückerobert werden, die aktuell bei 114,26 Prozent verläuft. Jüngst wurde dann der Angriff auf den seit dem Allzeithoch aus dem Jahr 2005 dominierenden Baissetrend gestartet, der aktuell auf Wochenbasis bei 117,05 Prozent verläuft und zeitweise bereits überwunden wurde.

Erweist sich der Ausbruch aus dem Abwärtstrend als nachhaltig, rückt zunächst das Hoch vom Anfang des Jahres bei 118,48 Prozent wieder in den Fokus. Auf dem Weg in diese Region warten kleinere Widerstände in Form von Hochpunkten aus diesem Jahr, die bei 117,82 Prozent und 118,08 Prozent lagen. Ein Sprung über das bisherige Jahreshoch würde die Basis für weitere signifikante Kurszuwächse des Rentenbarometers legen. So bildet das letztgenannte Hoch die Nackenlinie eines gewaltigen Doppelbodens. Stützpfeiler dieser Formation sind die oben angeführten Jahrestiefs aus den Jahren 2007 und 2008, die bei 109,66/65 Prozent lagen. Das rein rechnerische Kursziel dieser Formation reicht über das aus dem Jahr 2005 stammende Allzeithoch bei 124,60 Prozent hinaus. Auf dem Weg in diese Region warten allerdings noch einige nicht zu unterschätzende horizontale Hürden bei 120,00, 120,98, 122,65 und 124,06 Prozent in Form von Hochpunkten der vergangenen Jahre.

Der Autor ist Analyst bei HSBC Trinkaus.

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