Risiko besteht in einem Rücksetzer nach der Ausbruchsbewegung
Porsche-Aktie durchbricht Seitwärtstrend

Nach der Verschnaufpause der vergangenen Wochen haben sich Porsche-Aktien zuletzt bei steigenden Umsätzen von ihrer kurzfristigen Trendunterstützung nach oben abgesetzt.

FRANKFURT/M. Dabei wurde der gleitende 50-Tage-Schnitt, der den mittelfristigen Durchschnittskurs der vergangenen 50 Tage geglättet und exponentiell gewichtet darstellt, nach oben durchbrochen. Dies hat ein erstes technisch positives Signal ausgesendet.

Charttechnisch ist zudem eine "bullishe Flagge" nach oben aufgelöst worden. Diese Formation stellt eine Konsolidierungsphase als Pause in einem Trend dar. Typischerweise wird sie vom Umsatzverhalten bestätigt, wobei in der Konsolidierungsphase deutlich nachlassende Handelsvolumina zu beobachten sind. Der vorherige Anstieg und der Ausbruch in die Bewegungsrichtung sind von deutlich höheren Umsätzen begleitet - dies lässt sich auch bei Porsche beobachten.

Dem Kursanstieg bei Porsche von 500 auf 695 Euro sollte nun angesichts des erneuten Ausbruchs nach oben ein Kursgewinn von rund 195 Euro folgen - als Kursziel ergeben sich vom Ausbruchspunkt damit rund 845 Euro. Positiv stimmt auch, dass in den jüngsten Korrekturspitzen jeweils die wichtige Unterstützung bei 620 Euro erfolgreich verteidigt wurde. Hier verläuft eine Fibonacci-Linie, bei der 38,2 Prozent des vorherigen Anstiegs von Anfang Mai bis Mitte Juli korrigiert wurden. Fibonacci zufolge werden Kursbewegungen um bestimmte, vorhersagbare Prozentsätze korrigiert.

Das Risiko besteht in einem Rücksetzer nach der Ausbruchsbewegung ("Pullback"), wobei die frühere Widerstandszone zwischen 640 und 650 Euro nun deutliche Unterstützung bietet. Negativ wäre jedoch ein weiterer Rückfall in die kurzfristige Abwärtsbewegung, zumal die mögliche Flagge auch aus zeitlichen Gesichtspunkten im aktuellen Anstieg nach oben verlassen werden müsste. Investoren sollten mit dem signifikanten Anstieg über 650 Euro als Zeichen eines erfolgreichen Ausbruchs Positionen aufbauen. Kommt es zum Pullback, könnte dieser alternativ zum Einstieg im Bereich um 640 Euro genutzt werden. Eine Absicherung über Stopp-Loss-Limits ist unterhalb von 615 Euro sinnvoll.

Der Autor ist technischer Analyst in Frankfurt am Main.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%