Silber
Charttechnik signalisiert einen steigenden Silberpreis

Der Abwärtstrend des Edelmetalls ist gebrochen. Nach einer ausgedehnten Verschnaufpause dürfte der Preis von Silber wieder deutlich steigen. Auch andere Edelmetalle nehmen Fahrt auf, die Stimmung am Markt hat sich zum Beispiel auch für Gold wieder verbessert.

DÜSSELDORF. Die Entwicklung des Silberpreises steht wieder im Fokus der Marktteilnehmer. Nach einer Rally zum Jahreswechsel war der Preis des Edelmetalls in eine Seitwärtsbewegung eingetaucht. Mit Blick auf die letzten Tage scheint es sich hierbei aber um eine ausgedehnte Verschnaufpause gehandelt zu haben, der nun ein Vorstoß in wesentlich höhere Regionen folgen dürfte. Auch andere Edelmetalle nehmen Fahrt auf. Der sich abzeichnende Aufwärtsimpuls des Goldpreises dürfte grundsätzlich Rückenwind für den Silberpreis generieren.

Im bisherigen Jahresverlauf fiel beim Silberpreis positiv auf, dass Schwächephasen letztlich allesamt durch die 200-Tages-Glättungslinie abgefedert werden konnten. Ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung war jüngst der Bruch des seit den Hochständen vom März 2008 existierenden Abwärtstrends, der derzeit bei rund 15,30 US-Dollar notiert. Erst ein Rückfall unter diese Trendlinie gefährdet die positive Großwetterlage.

Der große Befreiungsschlag steht indes noch aus. Hierfür gilt es, eine aus mehreren Hoch- und Tiefpunkten der vergangenen Wochen bestehende Bastion in dem Bereich von 16,00 bis 16,30 Dollar nachhaltig zu brechen - der Druck auf diese Zone hat bereits zugenommen. Gelingt der Sprung über die angeführten Widerstände, besteht Aufwärtspotenzial bis zum Julihoch bei 19,40 Dollar. Aber auch Werte jenseits von 21 Dollar sind dann möglich. Hier liegt das Hoch des vergangenen Jahres (21,20 Dollar). Generell hat sich das Sentiment für die Edelmetalle zuletzt wieder verbessert. So ist es auch beim Goldpreis zu einer positiven Weichenstellung gekommen.

Von diesem Umfeld dürfte der Silberpreis profitieren. Ähnlich wie bei Silber war der Goldpreis zuletzt in eine Ruhepause verfallen, die sich in einem Dreieck vollzogen hat. Letzte Woche gelang dem Edelmetall mit dem Sprung über die obere Begrenzung dieser Formation jedoch ein entscheidender Schritt in Richtung der Etablierung eines neuen Aufwärtsimpulses.

Aus der aufgelösten Dreiecksformation lässt sich ein Kursziel von gut 1 100 Dollar ausmachen. Damit würde sogar das Allzeithoch bei 1 034 Dollar überboten. Für einen Vorstoß in diese Höhen muss nun noch eine entscheidende Preisregion nachhaltig überwunden werden. Diese resultiert aus einer Abwärtstrendlinie (aktuell bei 988 Dollar) und dem Hoch vom 3. Juni 2009 bei 990 Dollar. Auch diese Zone wurde bereits einem Test unterzogen. Danach gibt es lediglich noch eine weitere wichtige Marke in Form des Hochs vom 20. Februar bei 1 005 Dollar.

Sowohl bei Silber als auch bei Gold scheint sich die Seitwärtsbewegung der letzten Monate als große Konsolidierung herauszukristallisieren. In dem Szenario einer Auflösung der Konsolidierung ist das Erreichen der jeweils genannten Hochs des letzten Jahres eher als Minimalziel zu sehen.

Rainer Sartoris ist Analyst bei HSBC Trinkaus.

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