Trends intakt
Experten sehen Dax-Kursrückgänge gelassen

Meteorologisch betrachtet scheint am deutschen Aktienmarkt der Herbst bereits im Juli eingekehrt zu sein. Auch an den internationalen Börsen bläst den Anlegern seitdem ein kräftiger Wind ins Gesicht. Viele zuletzt enttäuschte Investoren fragen sich, ob der Sommer noch einmal auf das Parkett zurückkehrt.

DÜSSELDORF. Um eine einigermaßen adäquate Antwort zu finden, haben wir den Mittelfristchart des Dax der zurückliegenden fünf Jahre auf wöchentlicher Schlusskursbasis analysiert.

Bis Mitte Juli sah es für die dreißig Blue Chips des deutschen Leitindex gut aus. Am 13. des Monats konnte das aus dem Jahr 2000 stammende historische Hoch bei 8 136 Punkten auf Intra-Day-Basis bzw. bei 8 065 Zählern auf Schlusskursbasis hinter sich gelassen werden.

Doch die Freude über den neu gewonnenen Jahreshöchststand wehrte nicht lange. Im Zuge der USFinanzkrise rutschte der Dax unter die obere Rückkehrlinie des aus dem Jahr 2004 herrührenden Aufwärtstrends bei 7 860 Punkten.

Doch der Kursniederschlag war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht vorbei. Erst am 3. August leitete der Dax bei 7 435 Zählern eine technische Gegenoffensive ein. Aus charttechnischer Sicht besteht momentan kein Grund zur Panik. Das deutsche Börsenbarometer verfügt über eine seit März 2003 intakte innere Aufwärtstrendlinie, die in den vergangenen vier Jahren bereits mehrmals als Widerstand bzw. Unterstützung fungiert hat.

Diese besagte Trendlinie verläuft aktuell bei 7 230 Punkten und kann innerhalb des Trendkanals als solider mittelfristiger Aufwärtstrend bezeichnet werden. Solange die innere Aufwärtstrendlinie nicht signifikant nach unten durchbrochen wird, besteht die Möglichkeit, dass es auf absehbarer Zeit wieder aufwärts geht. Dies setzt das nachhaltige Abprallen vom Zwischentief bei 7 435 Punkten nach oben voraus. Dabei dient als Kursziel zunächst die obere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals, die momentan bei 7 930 Zählern verläuft.

Behalten hingegen die Bären die Oberhand, drohen weitere Kursverluste bis zur unteren Trendkanallinie bei zurzeit 6 790 Punkten.

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