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Charttechniker: Dax steht vor Konsolidierung

Mit kleinen Schritten nähert sich der Dax nach Einschätzung von technischen Analysten einem Hochpunkt, vom dem aus der Index wieder fallen dürfte. Das Aufwärtspotenzial für die kommenden Tage wird daher als begrenzt eingestuft.

HB FRANKFURT. Abwärtsgerichtete Kurse sprächen allerdings nicht für eine Trendwende, sondern allenfalls für eine Konsolidierung innerhalb der übergeordneten Aufwärtsbewegung. Das mögliche Rückschlagspotenzial wird mit rund 160 Punkten als begrenzt eingestuft. Impulse für größere Kursausschläge deuteten sich momentan nicht an, sagten die von der Nachrichtenagentur Dow Jones befragte Analysten.

Nachdem der Dax den Fibonacci-Widerstand bei 5 850 Punkten herausgenommen hat, befindet er sich nach Aussage vom Michael Müller von muellerfinancial.de in seiner finalen Aufwärtsbewegung. Diese dürfte idealtypischerweise bis 5 888 Punkten laufen, im Extrem bis 5 934 Punkte. Allerdings deuteten technische Indikatoren für ihn auf eine anstehende Topbildung hin. Zudem befänden sich die Oszillatoren im überkauften Bereich und die zuletzt gebildeten Hochs seien nicht bestätigt worden.

Die Entwicklung des Dax in den vergangenen zwei Jahren


Ein Bruch der Unterstützung bei 5 810 Punkten würde die Abwärtsbewegung einleiten, die sich bis zur Trendunterstützung bei 5 710/20 Punkten ausweiten könnte. Bei den Einzelwerten stellt Müller die Aktie von Daimler-Chrysler heraus, die zuletzt bearische Divergenzen nahe 41 Euro herausgearbeitet habe. In den kommenden Tagen sei aus technischer Betrachtung mit einem Rücksetzer in Richtung 39/40 Euro zu rechnen.

Einen "austoppenden" Markt erwartet auch Holger Frey, technischer Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg, auf Sicht der kommenden fünf Tage. Ein Auslaufen der Aufwärtsbewegung sieht er im Bereich von 5 893 bis 5 917 Punkten. Die erwartete Konsolidierung dürfte den Index in den Bereich bei 5 810 Punkten führen. Ein Bruch dieser Marke würde die Trendunterstützung bei 5 718 Punkten ins Spiel bringen.

In dem kurzfristig angestiegenen Pessimismus der Marktteilnehmer sehen die Marktstrategen der DZ-Bank eine Stütze für den Aktienmarkt. So habe das Put-Call- Ratio in der Vorwoche zum Teil deutlich über 1,7 gelegen. Trotz des angestiegenen Pessimismus sei zu diesem Zeitpunkt die Neigung zu deutlicheren Gewinnmitnahmen kaum vorhanden gewesen. Dem Dax stehe mit der markanten Widerstandszone von 5 860 bis 5 915 aber ein "dicker Brocken" im Weg. Insgesamt berge das saisonal bedingt recht unterdurchschnittliche Handelsvolumen in der gegenwärtigen Marktphase das Potenzial für überraschende Kurskapriolen in beide Richtungen. Die kurzfristige Kursentwicklung erhalte damit einen erhöhten Zufallscharakter.

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