Umfrage unter technischen Analysten
Charttechniker sehen Dax in Wartestellung

Die Wahl steht vor der Tür. Und bis die Zusammensetzung des neuen Bundestags feststeht, dürfte im Dax nicht viel passieren. Davon geht zumindest die Mehrheit der Charttechniker aus.

HB FRANKFURT. Zudem verweisen sie darauf, dass am Freitag der Verfall ansteht, vor dem es gewöhnlicher Weise zu einigen Verwerfungen am Markt kommt. Zuletzt, im Juni, sei der deutsche Aktienindex um rund 40 Punkte nach oben gekauft worden, so Thomas Nagel von equinet Securities. Eine eigentlich überzogene Intradaybewegung nach unten, wie am Dienstag, sollte seiner Ansicht zufolge daher nicht überbewertet werden. Prinzipiell ist er weiterhin bullish gestimmt - so wie die meisten Charttechniker.

Von Trendimpulsen allen Ortens sprechen die Techniker, die vor allem in der Marke bei 5 000 Punkten den psychologisch wichtigen Punkt gen Norden ausmachen, den es zu überwinden gilt. Nach unten stelle zunächst die Zone bei 4.930/35 Punkten den Bereich dar, den der Dax nachhaltig durchbrechen sollte, um auf die Bärenseite zu wechseln, so Nagel. Bei einem Bruch dieser Zone macht er Potenzial bis zunächst 4 875 und danach bis 4 830/20 Punkte aus. Marcel Mußler ist pessimistischer als Nagel. Nur solange der kurzfristige Aufwärtstrend bei 4 983 Punkten halte, lebe die Rally noch, argumentiert er. Nach der "Horrorkerze" vom Vortag bestehe beim Dax ein gewisses Risiko, glaubt der technische Analyst.

Nach oben hin stellt für Mußler die Marke bei 5 085 Punkten das maximale Potenzial für den Dax dar. Dort drohe ein "verräterisches" False-Breakout - allerdings erst, wenn der deutsche Aktienindex das Level bei 5 035 Punkten überwinden kann. Zunächst stehe jedoch die charttechnische Trading-Unterstützung der vergangenen Tage und danach die Marke bei 5 000 Zählern im Blick, argumentiert die DZ Bank. Dem langfristig positiven Aktienszenario würde erst ein Abtauchen der Kurse unter das 38,2%-Retracement des tertiären Aufwärtstrends seit Ende August um 4 915 Punkte größere Probleme bereiten, erklären die Analysten der Bank. Mittelfristig sind sie weiterhin positiv gestimmt, auch wenn sie den Markt kurzfristig für überkauft halten.

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