US-Berichtssaison könnte entscheidenden Impuls liefern
Ende der Dax-Seitwärtsbewegung erwartet

Auf Sicht von einer Woche rechnen die von Dow Jones Newswires befragten technischen Analysten mit der Fortsetzung des seit Wochen anhaltenden Oszillierens um die 4 326er Marke im Dax. Bei den entscheidenden Marken, wie der "potenziellen Schulter-Kopf-Schulter-Formation", sind sich die Charttechniker einig. Allein die Richtung des Ausbruchs zu prognostizieren falle schwer, wobei die Mehrheit von einem Ausbruch nach oben ausgeht.

Da sich der Dax wie auch die anderen wichtigen Indizes seit langem in einer Seitwärtsbewegung befinden, sollten die am Markt befindlichen Stop-Orders den Ausbruch beflügeln. Die in den USA in dieser Woche startende Berichtssaison könnte den entscheidenden Impuls liefern. Der Ölpreis wie auch steigende US-Zinsen dürften dagegen in den aktuellen Bewertungen am Aktienmarkt eingepreist sein.

Der Dax-Chart sieht auf den ersten Blick eher unverdächtig aus. Abgesehen von leichten Drohungen aus einer Kopf-Schulter-Formation oszilliert der Index seit Jahresbeginn um das Zwischenhoch bei 4 326 Punkten. Erst bei einem erneuten Test der gedachten Nackenlinie bei knapp 4 280 Punkten wird es nach Aussage von Manfred Wolter, technischer Analyst bei der Landesbank Rheinland-Pfalz, kritisch. Rein rechnerisch würde das Belastungspotenzial bis rund 4 120 Punkte reichen.

Bei den Indikatoren stechen in Anbetracht der geringen Trendstärke die fallenden Oszillatoren ins Auge. Werde jedoch die Stabilität der vergangenen Handelstage und die relative Outperformance gegenüber der Wall Street seit Jahresbeginn berücksichtigt, so müsse dem Dax internationale Attraktivität bescheinigt werden. Ohne Bruch der Unterstützung bei knapp 4 280 Punkten gebe es keinen Grund, vorhandene Positionen zu reduzieren, sagt Wolter. Die nächste Zielzone für den Dax sieht er bei knapp 4 400 Punkten.

Bisheriges Jahreshoch könnte wieder erreicht werden

In den kommenden Tage dürfte der Dax im Bereich von 4 347 Punkten einen Boden bilden. Die Unterstützung bei 4 308 Punkten im Extrem sollte nach Aussage von Martin Siegert, technischer Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg, nicht verletzt werden. Der Überwinden der 4 392er Marke würde die Initialzündung für eine dynamische Aufwärtsbewegung liefern. In deren Verlauf dürfte das bisherige Jahreshoch um 4 435 Punkten genommen werden.

Nächste Zielzone stelle dann die 4 484er Marke dar, gefolgt von dem Elliott-Wave-Ziel um 4 524 Punkte. Kurse unter der 4 308er Marke bringen einen Test der kritischen Unterstützungszone um 4 276/74 Punkten und vermutlich den Bruch der Nackenlinie einer potentiellen Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Mit Bruch dieser Marke wird von Siegert die sofortige Glattstellung von Long-Position empfohlen.

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