1,15-Dollar-Marke als Hürde
Euro zum Dollar leicht im Minus

Der Euro hat im europäischen Devisenhandel am Mittwoch geringfügige Verluste zum Dollar verzeichnet und damit den Trend vom Vortag fortgesetzt. Im Verlauf des Vortages hatte die Gemeinschaftswährung rund einen US-Cent von ihrem Tageshoch abgegeben.

rtr FRANKFURT. Unterstützend für den Dollar waren Händlern zufolge Verkäufe auf den Anleihenmärkten. Das Kapital fließt meist von den Bondmärkten in die Aktienmärkte. Davon profitieren vor allem die US-Aktien. Es fließt Kapital aus dem Euro-Raum in den Dollar-Raum und die US-Währung steigt.

„Höhere Renditen an den Rentenmärkten sind gleichzusetzen mit einem steigenden Dollar“, sagte Devisenstratege Steven Saywell von der Citibank. Der Markt insgesamt glaube nach wie vor an eine Erholung der US-Konjunktur, deshalb seien Anleihen verkauft worden. Optimistische Konjunkturerwartungen führen in der Regel dazu, dass Anleger mehr riskieren und deshalb ihr Kapital aus sichereren Anleihen herausnehmen und in Aktien umleiten.

Der Euro notierte am Nachmittag mit 1,1414 Dollar nach 1,1440 Dollar zum Handelsschluss am Vorabend in New York.Im Referenzkursverfahren EuroFX wurde der Kurs des Euro am Mittwoch mit 1,1435 (Dienstag 1,1477) Dollar festgelegt. Die Europäische Zentralbank (EZB) ermittelte den Referenzkurs mit 1,1420 (1,1462) Dollar.

Der Dollar stand am Mittwoch im Mittelpunkt und legte kräftig zum japanischen Yen zu. Zwischenzeitlich erreichte die US-Währung ein Vier-Wochen-Hoch von 120,02 Yen. Händler begründeten das mit einem offenbar weit verbreiteten Optimismus mit Blick auf anstehende weitere Indikatoren und Handelsdaten aus den USA, und zwar ungeachtet des am Dienstag veröffentlichten, überraschend schwachen Verbraucher-Vertrauensindexes.

„Ich glaube, der Markt hat versucht, auf gute Zahlen im Laufe der Woche zu wetten“, meinte Koji Fukaya, Chefanalyst für Devisengeschäfte bei der Tokyo-Mitsubishi Bank. Schub habe dem Dollar auch ein optimistischer Kommentar des texanischen Fed-Präsidenten Robert McTeer verliehen, der erklärt hatte, Gründe, an einen Aufschwung der Wirtschaft in den USA zu glauben, gebe es viele, und der Knick im Verbrauchervertrauen sei kein Grund zur Sorge.

Am Abend wird noch die Veröffentlichung des Konjunkturberichts „Beige Book“ der US-Notenbank Fed erwartet. Analysten erwarten, dass das Beige Book den jüngst an den Tag gelegten Konjunkturoptimismus der Fed auf eine erste Probe stellen wird. „Das heute anstehende Beige Book dürfte an den Finanzmärkten auf Anzeichen für die von der US-Notenbank in Aussicht gestellte Konjunkturerholung analysiert werden“, hieß es in dem HSBC-Marktkommentar. „Von Interesse werden heute wohl insbesondere die Kommentare bezüglich des privaten Verbrauchs und aus dem Einzelhandel sein. Als Zünglein an der Waage dürfte sich hier die Entwicklung am Arbeitsmarkt herausstellen.“ Das am Dienstag veröffentlichte Konsumentenvertrauen des Conference Board belege, dass die US-Konsumenten die Lage am Arbeitsmarkt weiterhin als schwierig betrachten.

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