10 Jahre Euro-Bargeld Totgesagte leben länger

Der Euro wird zehn Jahre alt. Trotz Schuldenkrise ist der Euro heute stärker als bei seiner Einführung, die Furcht vor dem Teuro war weitgehend unbegründet. Und trotzdem melden sich die Kritiker immer wieder zu Wort.
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Tschüss D-Mark: Am 1. Januar 2002 wurde der Euro auch als Bargeld eingeführt. Quelle: dpa

Tschüss D-Mark: Am 1. Januar 2002 wurde der Euro auch als Bargeld eingeführt.

(Foto: dpa)

DüsseldorfWährend die einen in der Neujahrsnacht 2002 noch Raketen zünden, stehen andere am Geldautomat bis auf die Straße Schlange. Nicht, dass es am 1. Januar groß Gelegenheit gäbe, Geld auszugeben. Doch alle hoffen, dass der Automat anstatt D-Mark-Scheinen schon die neuen bunten Euronoten ausspuckt. Die meisten haben Glück: Acht von zehn Bankautomaten haben laut EU-Kommission den Wechsel zum neuen Bargeld schon am ersten Tag geschafft.

Das ist jetzt zehn Jahre her. Seinen Geburtstag feiert der Euro nicht in bester Verfassung. Nicht nur Griechenland, sondern auch größere Schuldenstaaten belasten die Währungsunion. Viele Anleger ergreifen die Flucht. Zum japanischen Yen notiert der Euro auf einem Zehn-Jahrestief, zum US-Dollar so tief wie seit 15 Monaten nicht.

Der Chef des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, zieht eine ernüchternde Bilanz: „Das Euro-Experiment ist ziemlich schiefgegangen. Die Befürchtungen, die die Euro-Gegner - zu denen ich nicht gehörte - hatten, haben sich in einer Schärfe und Intensität bewahrheitet, die ich nicht für möglich gehalten hätte“, sagte Sinn dem „Münchner Merkur“.

Offenbar haben viele befürchtet, dass Europa noch nicht bereit war für das Projekt Gemeinschaftswährung. „Der Euro ist wie ein ungeborenes Kind: Niemand weiß, ob es ein Genie oder ein Dummkopf wird“, sagte der mittlerweile verstorbene Börsenguru André Kostolany. Ein ähnliches Bild wählt Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder im Wahlkampf 1998: „Der Euro ist eine kränkelnde Frühgeburt.“

Immer wieder haben sich auch Skeptiker zu Wort gemeldet, die das Ende der gemeinsamen Währung prophezeiten. Besonders die Briten, die bei ihrem Pfund geblieben sind, geben hämische Bemerkungen zum Besten. „Bitte genießen Sie den zehnten Geburtstag des Euros, denn ich bezweifle sehr, dass Sie auch den zwanzigsten feiern werden“, sagte Nigel Farage, Parteichef der britischen United Kingdom Independence Party, bereits vor zwei Jahren zum zehnten Jahrestag der (bargeldlosen) Einführung der Gemeinschaftswährung.

Der Euro ist in den vergangenen zehn Jahren immer wieder totgesagt worden, immer wieder gab es Pannen – und doch hat der Euro überlebt. Immerhin, er ist heute in aller Munde. 2001 war das noch nicht so: Zehn Monate vor Einführung des Euro-Bargeldes (aber schon lange nachdem der Euro zum ersten Mal am Devisenmarkt gehandelt wurde) wussten laut Forschungsinstitut Emnid gerade einmal die Hälfte der Bürger, dass der Euro Anfang 2002 kommen würde.

Achterbahnfahrt beim Eurokurs
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37 Kommentare zu "10 Jahre Euro-Bargeld: Totgesagte leben länger"

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  • Tja, Herr Goebbels, da bin ich aber mal gespannt auf Ihren Steiner, den Sie gegen UNS mobilisieren werden.

    WIR mögen den Euro, weil WIR mit ihm umgehen. Ich hab' ihn in der Hand, wenn ich in Luxembourg einkaufe und weiss immer ganz genau, ob ein Artikel nun teurer ist oder billiger als in Deutschland.

    Beim Sprit macht das übrigens gerade ca 30 cent pro Liter Diesel aus, der lecker Thun in Dosen ist ein bißerl teurer, aber dafür ist da dieses leckere Olivenöl drin.

    Ich weiss nicht, wo Sie hausen und warum Ihnen diese Vorteile entgehen, aber mal ehrlich:

    Die Karawane zieht weiter, egal ob die Straßenköter kläffen ...

  • Werter Puk,

    Ihnen lege ich dieses kleine Gespräch über den "Teuro" ans Herz:

    http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/12/15/drw_201112151102_zehn_jahre_teuro_-_gespraech_mit_68cab097.mp3

    Ich bin sicher, Sie werden das Gespräch mit der Statistikexpertin des DRW _geniessen_.

    Guten Rutsch!

  • @Ben

    Yep, jeder darf seine Meinung äußern, kein Problem. Wenn aber ein untergebildeteter Dödel andere als Dummköpfe beschimpft, weil er in seinem hinterpommerschen Kaff nichts mit dem Euro anzufangen weiss, dann muss man ihm halt Ödön von Horvath entgegenhalten, wenn er schonEinstein zu seinem Kronzeugen macht.

    Ich nehme lieber den guten Ödön, weil der sich tatsächlich mit den heranziehenden Irren auseinandersetzen musste. Er formuliert es so:

    "Nichts gibt so sehr das Gefühl von Unendlichkeit als wie die Dummheit".

    Ist zwar leider nicht das Vorwort von "Erfolg" und "nur" das von "Gschichten aus dem Wienerwald", aber der gute Ödön kannte sich ganz gut aus mit Dummköpfen.

  • @M.Deyanaron

    So ist es.

    Darf ich Ihnen mal diesen POD ans Herz legen: "Dänemark - Krone oder Euro" von vorgestern

    http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/12/27/dlf_20111227_0912_5fdc695d.mp3

    Nur falls mal einer von den hysterischen Dödeln dia Dänen ins Spiel bringt ;-)

    Guten Rutsch!

  • @Stubi

    Historische Ahnungslosigkeit muss toll sein.

    Wenn Sie Nazi-Propaganda sehen wollen, wie wär's mit der "Feuerzangenbowle"?

    Die Nazis haben ruckzuck gemerkt, daß ihre Propaganda ziemlich schnell das genau Gegenteil von dem erreichte, was sie wollten und haben ganz schnell umgeschaltet. Einfach mal "Feuerzangenbowle" oder "Wuax, der Bruchpilot" gucken, dann wissen Sie, wie die Propaganda der Nazis _wirklich_ funktionierte: rundherum zertrümmerte Städte, aber die Deutschen amüsierten sich über ein "ganz wänziges Schlöckchen".

  • 1995 Beitritt in die Diktatur EU.
    10 Jahre Euro, 10 Jahre lug und betrug.
    (Trotz Schuldenkrise ist der Euro heute stärker als bei seiner Einführung, die Furcht vor dem Teuro war weitgehend unbegründet????????????)
    Solche Aussagen sind für ARBEITENDE Normalverdiener nicht zu verstehen und schon gar nicht zu akzeptieren. Politiker Schmarotzer und Nutznießer sind wohl die einzigen die den Euro gutheißen um sich weiter mit gestohlenen Geldern seiner Bürger zu bereichern. Wir Arbeiter müssen mit Monatsgehältern überleben die für euch Befürworter nur Trinkgelder sind. Der Euro ist in aller Munde, natürlich, weil dieser uns in den Ruin Treibende Misst eliminiert gehört. Menschen wie euch sollte man ein Existenzminimum geben um zu sehen wie ihr zugrunde geht.
    Einen guten Rutsch ins Verderben wünsch ich euch allen.

  • Jaja, das alte Maerchen von den fleissigen Nordlaendern und den faulen Abstaubern in den Suedlaendern wird hier fleissig weitergesponnen.

    Schon vergessen: Irland und Island waren praktisch bankrott, liegen aber nur vom Nordpol aus gesehen im Sueden.
    Schweden war nie Teil des Euroraums, aber ging ebenfalls beinahe bankrott, ohne Euro, und ganz selbstaendig, alleine und ohne Transferzahlungen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schwedische_Bankenkrise_von_1990_bis_1992



    Das ewige Geplaerre um die gute alte DM fusst auf Verklaerung anstatt auf Realitaet. Bekanntlich musste Helmut Schmidt seinen Hut nehmen wei die Inflation zu hoch war ! Wenn also das System Dm sooo perfekt war, wie konnte es denn nur so weit kommen ? Die Kosten der deutschen Einheit werden ebenfalls von den Eurojammerlappen unter den Tisch gekehrt, als haette es sie nie gegeben.

    Anscheinend beschraenkt sich der Geschichtunterricht in Deutschland auf die Jahre zwischen 1939 und 1945.

  • Das ist zu idealistisch. Deutschland ist ein ausserbendes Volk und das ist irreversibel. das gleiche gilt für die anderen Länder Europas. Diese Staaten haben seither immer wieder unzweideutig klar gemacht, dass es ihnen um nationalen Vorteil geht, ruhig zu Lasten anderer europ. Staaten, d.h. die Staaten Europas sind nicht bereit,nicht reif dafür ein Europa zu bilden. Mit China und anderen können wir sowieso nicht mit.

  • Frau Annika Reinert geht offensichtlich nicht zum Bäcker, zun Metzger oder ins Gasthaus. Sie fährt nicht an die Tankstelle, braucht kein Heizöl, keinen Strom und zahlt keine Gebühren an die Kommune. Wo lebt Sie denn?
    In den o.g. zentralen Verbrauchsbereichen haben wir eine Verteuerung um 100 % In 10 Jahren. Das weiß Lieschen Müller auch ohne stat. Bundesamt

  • Es ist vergleichbar mit der Situation, als die Russen schon in Berlin waren und Goebbels und Hitler noch von Wunderwaffen und Endsieg geredet haben.
    Die Pleite wird dieses Mal dank solcher verbohrten Politiker wie Schäuble ähnlich werden.

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