1000-Dollar-Marke in Gefahr
„Das Schlimmste für Gold kommt erst noch“

Nach seinem Einbruch am Montag sinkt der Goldpreis zur Wochenmitte weiter. Rohstoffanalysten sprechen nun davon, dass die Unze bald weniger als 1.000 Dollar kosten könnte. Und der Preisrutsch birgt Ansteckungsgefahr.
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DüsseldorfLuftanhalten am Goldmarkt: Kurzfristig orientierte Trader hatten zum Wochenbeginn den Preis für das Edelmetall in den Keller geschickt. Die Chinesen, traditionell einer der wichtigsten Nachfrager, hatten weniger gekauft als Analysten erwartet hatten.

Eine Feinunze oder 31,1 Gramm kosteten am Montag erstmals seit 2010 weniger als 1.100 Dollar. Bis zum Mittwoch hat sich die Lage nicht entspannt. Derzeit steht die Feinunze bei 1.094 Dollar, ein Minus von 0,6 Prozent zum gestrigen Dienstag. Auch Goldaktien sind eingebrochen.

Neben den Tradern und einer geringeren Nachfrage durch China führen auch andere Entwicklungen dazu, dass Gold an Attraktivität verliert. Allen voran nennen Branchenkenner den Dollar, auf dem lange Zeit großer Abwertungsdruck lag, der in den vergangenen Wochen allerdings gegenüber dem Euro Boden gutgemacht hat. Dabei sollte es wohl auch fürs erste bleiben.

Denn die Nachfrage nach dem Greenback – und damit auch dessen Preis – dürfte im laufenden Jahr eher noch weiter zulegen. In den USA rückt die Zinswende immer näher. Zuletzt hatte die US-Notenbank Fed kommuniziert, im Herbst erstmals die Zinsen anheben zu wollen. Mehrere kleine Zinsschritte könnten folgen.

Auch vor dem Hintergrund warnt jetzt die US-Investmentbank Goldman Sachs davor, dass der Goldpreis noch weiter absacken dürfte. „Das Schlimmste für Gold kommt erst noch“, sagt Goldman-Rohstoffexperte Jeffrey Currie. „Der Preis für eine Feinunze könnte das erste Mal seit 2009 wieder unter 1.000 Dollar fallen.“

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Viele andere warnen vor dem Bärenmarkt

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  • Kaufkraft kann man aus diesem System nur retten wenn man in Gold, Silber oder gute Goldaktien investiert. Nicht vergessen, Gold wird ca. 10000 heutige Kaufkraft und Silber 500 Kaufkraft im Falle einen Währungszusammenbruchs erreichen. Ein 100 Euro Investment in die derzeit extremst unterbewerten Minen könnte sogar bis zu 100.000 bei einem Goldpreis von 20000 Dollar bringen. JEDER sollte ein paar hundert Euro in diese Aktien als Ergänzung zu physischen Gold und Silber investieren. Selbst bei diesem stark gedrückten Goldpreis gibt es Goldaktien die eine positive Chartdynamik aufweisen.

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette 

  • Alle nur ein Spiel der Mächtigen...nach dem großen Anstieg kassieren die Spieler eben ab.....beim richtigen Preis werden die kaufmaschinen wieder angeworfen...alles mit System und Technik...schön welche Leute sich über diesen Rohstoff Gedanken machen...dabei haben die höchstens Zahngold

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