15-Monats-Hoch: Chinas Importzahlen lassen Eisenerzpreis abheben

15-Monats-Hoch
Chinas Importzahlen lassen Eisenerzpreis abheben

Knappe Transport-Kapazitäten und eine unerwartet hohe Importmenge Chinas bei Eisenerz haben für einen enormen Preisanstieg beim Rohstoff bewirkt. Naturkatastrophen könnten die Knappheit noch verstärken.
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Rekordhohe chinesische Importe und unverändert knappe Transport-Kapazitäten haben den dortigen Preis für Eisenerz am Donnerstag erneut in die Höhe getrieben. Eine Tonne kostete mit 158,50 Dollar so viel wie zuletzt im Oktober 2011. Den Daten der chinesischen Zollbehörden zufolge führte China im Dezember 70,94 Millionen Tonnen Eisenerz ein, 7,8 Prozent mehr als im Vormonat. Damit summieren sich die gesamten Importe 2012 auf den Rekordwert von 743,6 Millionen Tonnen.

Angesichts der wachsenden Zuversicht in die chinesischen Konjunktur werde das Importwachstum voraussichtlich anhalten, sagte Rohstoff-Stratege Nick Trevethan von der Australia and New Zealand Bank. „Aber nicht im selben Tempo wie im Dezember.“

Unabhängig davon fehlt es an Fracht-Kapazitäten, um das Erz aus Förderländern wie Australien oder Brasilien nach China zu bringen. Darüber hinaus befürchten Börsianer, dass drohende Wirbelstürme im Pazifik den Nachschub zusätzlich stören. In den australischen Häfen Dampier und Cape Lampert musste die Verladung von Eisenerz wegen eines nahenden Zyklons bereits unterbrochen werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Liebe Frau Merkel,
    Wegen der von der deutsch-französischen Achse entworfen und den anderen Mitgliedern diktierte EU- und Euroverträge, war der Euro von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
    Diese Verträge haben in keiner Weise die Grundunterschiede der einzelnen EU-Länder berücksichtigt, und zwar mit Absicht . Dadurch war es leichtes Spiel, vor allem für Deutschland aber auch im geringeren Maßen für Frankreich, die schwächere EU-Länder über den Export und den Leistungsbilanzüberschuss auszusaugen. Die Gewinne die dadurch, vor allem deutsche Firmen in diesen Länder erzielt haben, wurden meistens nicht in diesen Länder reinvestiert sonder in Nichteuroausland, auch in China, daher die hohe Arbeitslosigkeit, Leistungsbilanzdefizite und auch z.T. Die Haushaltsdefizite in den schwächeren Euro-Ländern, da die Steuereinnahme auf Löhne und Körperschaftsteuer größtenteils ausgefallen und die Sozialleistungen gestiegen sind.
    Durch ein EU-Finanzministerium (ähnlich dem Bundesfinanzministerium in Deutschland) hätte man diesen, durch die Grundunterschiede der Einzeln Euroländer, Konstruktionsfehler abfedern können.
    Dies wurde aber auch absichtlich unterlassen. Wir stehen jetzt vor den Scherben des Konstruktes EU und Währungsunion. Der Zusammenbruch ist nur eine Frage der Zeit.
    Durch eine zweistufige MwSt., z.Bsp. 15% auf lokale Produkte und 25% auf Importprodukte, könnte versucht werden das zu retten was noch zu retten gibt. Dadurch könnten Weltkonzerne (auch chinesische, nicht nur deutsche) dazu motiviert werden in die Länder zu investieren in die sie traditionell exportieren. Dies würde sich positiv sowohl auf die Arbeitslosigkeit in diesen Ländern auswirken als auch auf deren Haushaltsdefizite da die Steuereinnahmen steigen und die Sozialausgeben sinken würden.
    Sie, Liebe Frau Merkel, würden so in die Geschichte eingehen und zwar als die Retterin und nicht als die Zerstörerin der EU.

    Gruß aus den Abruzzen (Südeuropa)

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