33-Milliarden-Projekt Ras Al Khair „Ein Juwel der saudischen Industrie“

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Investitionen zur Vorbereitung auf einen Ölschock
König Salman am Dienstag in Ras Al Khair. Quelle: Reuters
Erinnerungsfoto mit Arbeitern

König Salman am Dienstag in Ras Al Khair.

(Foto: Reuters)

„Saudi-Arabien kommt nun im Ölzeitalter an den Punkt, wo es nicht mehr der Schlüsselspieler ist“, meinen die Experten den Middle East Economic Digest. Dazu passt die Strategie von Prinz Mohammed, mit seiner „Vision 2030“ das bevölkerungsreichste arabische Land am Golf umzubauen. Milliarden werden investiert in Nicht-Öl-Projekte. Bis zum Jahr 2030 sollen Einnahmen aus dem Nicht-Öl-Sektor das saudische Budget bestimmen. Die Öleinnahmen sollen den in Gründung befindlichen weltgrößten Staatsfonds mit über zwei Billionen Dollar füllen. Ein Teil davon soll auch durch den weltgrößten Börsengang (IPO) zustande kommen: Fünf Prozent von Saudi Aramco, dem größten globalen Ölproduzenten, sollen 2018 an die Börse.

Und während die Saudis auf die Zeit nach dem Öl setzen, bleibt Saudi Aramco parallel nicht untätig, wie Aufsichtsratschef Al-Falih unterstreicht: Der Megakonzern, der auf den weltgrößten Ölvorkommen sitzt und inzwischen auch international in Ölförderung und -verarbeitung investiert, will bis 2030 seine Petrochemie-Produktion verdreifachen auf 34 Millionen Tonnen jährlich, wie das Unternehmen am Montag bekannt gab. 334 Milliarden Dollar will der Industriegigant allein bis 2025 investieren.

Denn Aramco, der Öl-Arm des G20-Mitgliedstaats, sieht sich in der Pflicht, massiv weiter zu expandieren: „Saudi Arabien sieht sich als verantwortlich an, immer genug Öl auf die Weltmärkte zu bringen – selbst wenn es wegen der weltweit stark rückläufigen Ölinvestitionen 2019 zu einem neuen Ölpreisschock mangels ausreichenden Angebots kommen könnte“, sagt Ölanalyst Ehsan Ul-Haq von KBC. „Die Weltwirtschaft kann keinen erneuten Schock verkraften“, warnte Suhail Bin Mohammed Al Mazrouei, Energieminister der Vereinigten Arabischen Emirate. Global müsse deshalb trotz des stark gefallenen Ölpreises massiv weiter in die Industrie investiert werden.

Saudi Aramco tut dies. Aber das alles soll nur die Sahne auf der Torte werden. Saudi-Arabien investiert zwar weiter massiv in seine Ölindustrie, aber will 2030 unabhängig von den Öleinnahmen sein – egal wie hoch der Ölpreis dann sein wird.

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18 Kommentare zu "33-Milliarden-Projekt Ras Al Khair: „Ein Juwel der saudischen Industrie“"

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  • Die Dimensionen der Projekte sind schon gewaltig. Aber die Strategie scheint überzeugend und es ist im weltweiten Interesse, dass Saudi Arabien stabil bleibt und es in der Region keine weiteren Krisen gibt.
    Bin gespannt, wie die Umsetzung der Megaprojekte funktioniert und wie viele Arbeitsplätze geschaffen werden.

  • Das ist tatsächlich ein großes Projekt, das hier in Angriff genommen werden soll! Und es hat zwei positive Effekte: Saudi Arabien ist nicht mehr länger abhängig vom Öl (wer weiß auch, wie lange das noch gut gegangen wäre) und es wird eine hohe Anzahl von Arbeitsplätzen geschaffen. Davon können wiederum die jungen Arbeitslosen profitieren - und damit kann ein drohender Arabischer Frühling, wie Herr Lynch dies in dem Artikel erwähnt, abgewendet werden.

  • Dies ist ein Beweis dafür, dass die Saudis nicht nur etwas vom Ölgeschäft verstehen, sondern auch das Know-How in jedem Bereich besitzen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

  • Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

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  • Die Saudis verstehen etwas von Geld u. innerer Sicherheit.
    Merkel wirkt da wie eine Anfängerin!!!!

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  • Wenn es nach der Revolution in Saudiland zum Bürgerkrieg kommt, werden in den schönen, neuen Anlagen endzeitliche Kämpfe auszutragen sein...
    dann geht das alles zu Scherben.

  • @Grutte Pier
    "wo sollen die ganzen "Facharbeiter" herkommen, wenn die alle nach Germoney exportiert werden?"

    Na wo wohl? Wie bisher aus Südasien und Südostasien. Das weiss doch jeder, der sich nur ein wenig mit dem KSA befasst hat.

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