41,15 Dollar je Barrel
Yukos-Nachricht treibt Ölpreis auf Rekordhoch

Der Ölpreis ist am Donnerstag auf ein neues Rekordhoch gestiegen, nachdem die russischen Behörden die Freigabe der Konten des angeschlagenen Ölkonzerns Yukos zur Finanzierung der Ölexporte widerrufen hatten.

HB LONDON. Diese Nachricht habe die Sorgen über Lieferengpässe verstärkt, sagten Händler in London. Der Terminkontrakt der führende Nordsee-Ölsorte Brent stieg um 1,45 Dollar auf 41,15 Dollar je Barrel (Barrel = knapp 159 Liter) und damit auf einen neuen Höchststand. Am Mittwoch war der Ölpreis auf unter 40 Dollar gesunken, nachdem die russischen Gerichtsvollzieher die Freigabe eines Teils der Yukos-Konten zur Finanzierung der Exporte bekannt gegeben hatten. Am Donnerstag teilte aber das Justizministerium mit, diese Freigabe sei nicht rechtmäßig gewesen und deshalb zurückgenommen worden. Alle Finanzmittel, die jetzt und in Zukunft auf den Konten des Unternehmens eingingen, würden von den Gerichtsvollziehern beschlagnahmt und zur Tilgung der Steuerschulden herangezogen.

Analysten zufolge ist Yukos weiterhin von einem Zwangsverkauf von Kernbereichen bedroht. Russland ist weltweit der zweitgrößte Öllieferant. Allein Yukos bestreitet ein Fünftel der Ölförderung des Landes.

Der ehemalige saudiarabische Ölminister Scheich Ahmed Jamani sagte, er gehe davon aus, dass der Ölpreis wieder zurückgehe. „Die Preise sind zu hoch. Die Organisation Erdöl exportierender Länder hat zusätzliche Liefermöglichkeit ... Vor dem Ende des Sommers werden wir niedrigere Preise sehen“, sagte er.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%