Abbau von Beständen
Silberproduktion hinkt hinterher

Der Silbermarkt wies im Jahr 2005 im 17ten Jahr in Folge ein strukturelles Defizit auf. Das geht aus dem World Silver Survey 2006 hervor, das vom Silver Institute – der Interessenorganisation der Silberproduzenten – veröffentlicht wurde.

FRANKFURT. Die Lücke zwischen der Silbernachfrage der das Edelmetall verarbeitenden Wirtschaft und dem Angebot aus der Primärproduktion der Minen und dem Recycling lag im Jahr 2005 bei 35,5 Mill. Feinunzen. Ungeachtet des höheren Preises stieg die Nachfrage der Schmuckbranche leicht auf 249,6 Mill. Feinunzen. Philip Klapwijk, für die Erstellung des Berichtes beim Researchhaus GFMS zuständig, führt dies vor allem auf die steigende Nachfrage Chinas (plus 20 Prozent) und Indiens (plus 8,5 Prozent) zurück.

Nicht überraschend ist der Rückgang der Nachfrage durch die Fotobranche um neun Prozent auf 164,8 Mill. Feinunzen; denn durch den Siegeszug der digitalen Fotografie werden für die Entwicklung von Farbfilmen nicht mehr die Silbermengen früherer Jahre benötigt. Bei der Nachfrage für die Prägung von Münzen und Medaillen ermittelte das Silver Institute 2005 einen Rückgang um vier Prozent.

Auf der Angebotsseite war ein starker Anstieg in der Minenproduktion auf 641,6 Mill. Feinunzen festzustellen. Die weltweit größten Silberproduzentenländer waren im vergangenen Jahr Peru, Mexiko, Australien, China und Chile. Das Silberangebot aus offiziellen Beständen sowie aus dem Recycling stieg leicht auf 222,8 Mill. Feinunzen. Darunter fallen auch die Silberverkäufe von Regierungen und Notenbanken, die leicht auf 68,0 Mill. Feinunzen kletterten. Vor allem Indien trat dabei mit größeren Verkäufen in Erscheinung. Der durchschnittliche Silberpreis kletterte im Jahr 2005 von 6,65 Dollar auf 7,31 Dollar je Feinunze. Im April dieses Jahres stieg der Preis dann auf das höchste Niveau seit Februar 1982.

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