Aber kein kurzfristiger Euro-Anstieg
Devisen-Ausblick: Dollar-Rally steht vor ihrem Ende

Die Dollar-Rally könnte nach Ansicht der Devisen-Analysten der DZ Bank ihrem Ende entgegen gehen. Im derzeitigen Dollarkurs sei sehr viel Optimismus hinsichtlich der weiteren Entwicklung der US-Konjunktur eingepreist, heißt es zur Begründung. Gerade dieser große Optimismus impliziere jedoch ein verstärktes Rückschlagspotenzial.

vwd FRANKFURT. Mehrheitlich erfreuliche Unternehmensergebnisse in den USA und gute Konjunkturdaten hätten bei Anlegern die Hoffnung auf einen kräftige Aufschwung der US-Wirtschaft genährt. Diese Einschätzung sei durch die jüngsten Äußerungen von Alan Greenspan noch verstärkt worden. So hat der US-Notenbankpräsident das niedrige Zinsniveau und das Steuerpaket der US-Regierung als gute Voraussetzung für einen Aufschwung bezeichnet. Künftige Zahlen trügen daher das Risiko der Enttäuschung in sich, sofern sie nicht den hoch gesteckten Erwartungen entsprächen, so die Analysten.

Allerdings sei kurzfristig nicht von einem deutlichen Euro-Anstieg auszugehen. Vielmehr befinde sich der Euro in einer Bodenbildungsphase, wobei das noch vorhandene Abwärtsrisiko aber nicht unterschätzt werden sollte, merken die Devisenanalysten der Helaba an. Technische Analysten bestätigen diese Einschätzung. Die Formation eines „fallenden Keils“, der sich im Euro/Dollar-Chart abzeichne, deute darauf hin, dass die Schwächephase der europäischen Gemeinschaftswährung ihrem Ende entgegen gehe. Zwar bestehe noch ein Rückschlagspotenzial bis 1,1085 Dollar, doch nach oben hin gebe es Raum bis 1,1400/40 Dollar.

Zum Verhältnis Euro zu Yen merken die DZ-Analysten an, dass die aktuelle Entwicklung durch Spekulationen über eine Intervention der japanischen Notenbank zu Lasten des Yen bestimmt werde. Zur Erholung des Euro gegenüber der asiatischen Währung trügen auch erneute Zwischenfälle in der entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea bei. Zudem sei im aktuellen Yen-Kurs bereits die Erwartung einer wirtschaftlich Erholung Japans erhalten, so dass es auch von dieser Seite Enttäuschungspotenzial gebe. Die am 25. Juli anstehenden anstehenden Daten zur Teuerungsrate in Japan könnten zeigen, dass die Deflationssorgen noch nicht der Vergangenheit angehören und der Preisrückgang weiterhin eine Bürde für die japanische Wirtschaft ist.

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