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Verbraucherportal: Einige Gasversorger erhöhen Preise

Nach einer Untersuchung des Verbraucherportals "Toptarif" wollen 67 deutsche Versorgungsunternehmen mitten in der Heizperiode die Gaspreise erhöhen.

dpa-afx BERLIN. Nach einer Untersuchung des Verbraucherportals "Toptarif" wollen 67 deutsche Versorgungsunternehmen mitten in der Heizperiode die Gaspreise erhöhen. Die Energie soll bei ihnen im Schnitt um 4,8 Prozent teurer werden, in der Spitze beträgt die Steigerung bei den Stadtwerken Dinslaken sogar 11,8 Prozent, wie Toptarif am Mittwoch in Berlin berichtete. Es handele sich meist um kleinere Unternehmen, während die meisten Betriebe - unter ihnen die Großen - keine Preisveränderungen planten. 43 Versorger haben sogar Preissenkungen ihrer Grundtarife von bis 14,4 Prozent angekündigt. Im laufenden Jahr sind der Analyse zufolge die Gaspreise bislang um 21 Prozent gefallen.

"Für einen betroffenen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20 000 kWh Gas bedeuten die Preiserhöhungen jährliche Mehrkosten von bis zu 120 Euro in der Spitze", erklärte Energieexperte Thorsten Bohg von toptarif.de. "Durchschnittlich werden fünf Prozent beziehungsweise 61 Euro mehr fällig."

EON Streicht Rabatte

Kräftige Preissteigerungen sind laut Toptarif mit gestrichenen Rabattregelungen beim größten deutschen Gasversorgers Eon verbunden. Grund sei der Wegfall der bis Ende Dezember befristeten "Winterrabatte" von bis zu 1,05 Cent pro Kilowattstunde Gas. In den ersten Monaten des Jahres werde besonders viel geheizt.

Mit den "moderaten" Steigerungen sei der erwartete Preissprung ausgeblieben, teilte Toptarif mit. Dies sei vor allem dem starken Euro zu verdanken, der den starken Anstieg der in Dollar gefassten Ölpreise abgefedert habe. Die Entwicklung im kommenden Jahr sei noch völlig offen. Wegen der mit sechs Monaten Verzögerung wirksamen Ölpreisbindung sei einerseits mit einem flächendeckenden Ansteigen der Preise ab April zu rechnen. Gegenläufig könnten sich die sinkenden Preise auf den internationalen Märkten auswirken, auf denen sich die deutschen Versorger verstärkt eindecken. Zudem gebe es Verhandlungen der Eon mit dem russischen Lieferanten Gazprom um die Ölpreisbindung.

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