Abwärtsdruck
Ängste drücken Rohstoffpreise

Schuldenkrise und Rezessionsängste drücken auf den Rohstoffmarkt durch. Kupfer und Öl waren am Montag deutlich günstiger - auch der Goldpreis konnte sich dem Abwärtsdruck nicht entziehen.
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FrankfurtDie Diskussion um eine mögliche Staatspleite Griechenlands in der deutschen Bundesregierung hat am Montag auch an den Rohstoffmärkten Spuren hinterlassen. Selbst Gold konnte sich dem Druck nicht entziehen. Kupfer und Öl verbilligten sich um zeitweise rund zwei Prozent. „Die Sorgen über die Zukunft der Euro-Zone und wesentlich schwächeres Wirtschaftswachstum üben einen enormen Druck auf die Rohstoffpreise aus“, erklärte Christophe Barret, Rohstoff-Analyst bei Credit Agricole in London. Der deutsche Vizekanzler und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hatte erklärt, eine geordnete Insolvenz Griechenlands sei denkbar. Damit verstärkte er den Druck auf den Euro , wodurch die Rohstoffe generell für Anleger aus dem Nicht-Dollar-Raum unattraktiver wurden.

„Es gibt Sorgen über eine Konjunkturschwäche, Sorgen über die Schulden, Sorgen über eine Staatspleite - was es aber nicht gibt, ist eine koordinierte Aktion der Notenbanken oder Staaten“, erklärte ein Börsianer. Der Kurssturz des Euro aufgrund dieser Sorgen sei ebenfalls ein entscheidender Faktor für die Preisrückgänge.

Kupfer verbilligte sich um bis zu 2,3 Prozent auf 8620 Dollar je Tonne, auch die Preise für Zink und Blei gaben teils mehr als zwei Prozent nach. Vor allem der Kupferpreis konnte damit von dem seit Wochen schwelenden Arbeitskampf in Indonesien nicht mehr profitieren. In einem Bergwerk von Freeport McMoRan - eines der größten der Welt - haben die Arbeiter ab Donnerstag mit einem vierwöchigen Streik gedroht, falls es keine Lohnerhöhungen geben sollte.

Auch der Ölpreis tendierte schwächer: Das Fass US-Leichtöl der Sorte WTI kostete mit 85 Dollar bis zu 2,6 Prozent weniger als am Freitag, Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um bis zu zwei Prozent auf 110,42 Dollar je Fass.

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