Abwärtsrisiko bis 1,10 US-Dollar möglich
Devisen-Ausblick: Weitere Korrektur beim Euro droht

Devisenanalysten erwarten für die kommende Woche eine Fortsetzung der Korrektur beim Euro/Dollar. Sie verweisen dabei auf den vorsichtigen Konjunkturoptimismus, der sich besonders in den USA ausbreite.

vwd FRANKFURT. Zwar seien die US-Arbeitsmarktdaten sehr schlecht ausgefallen, aber die anderen jüngst veröffentlichten Indikatoren seien durchaus positiv zu werten, heißt es. Die „Nagelprobe“ werde aber in der kommende Woche kommen, wenn die neue Berichtssaison beginnt, sagt Carsten Fritsch, Devisenexperte von Commerzbank Securities (ComSec). Wichtig seien optimistische Ausblicke der US-Unternehmen. Ohne diese könnte der Dollar doch wieder unter Druck geraten.

Der Euro/Dollar hat nach Ansicht von Eugen Keller, Devisenanalyst beim Bankhaus Metzler, noch ein deutliches Abwärtsrisiko. Das jüngste Tief bei 1,1395 Dollar sei dabei wie ein „Magnet“. Er erwartet sogar, dass der Euro diese Marke durchbrechen wird. Dann seien Kurse zwischen 1,10 und 1,09 Dollar nicht mehr auszuschließen. Das Risiko eines Abrutschens nach unten sei relativ hoch, da die Gemeinschaftswährung seit Anfang April einen sehr schnellen Anstieg hingelegt habe. Es drohe eine Umkehr der Schulter-Kopf-Schulter-Formation (S-K-S), so Keller.

Auch der technische Analyst Marcel Mußler sieht die SKS-Formation bedroht. Die Proportionen einer symmetrischen SKS-Bodenbildung seien schon „sehr verletzt“. Bei Kursen unter 1,1455 Dollar werde die SKS-Formation „bösartig abschmieren“ und dann seien Euro-Kurse bei 1,1080 USD schnell in Sicht.

Während der Dollar zum Euro eher steigen dürfte, sehen Analysten den Dollar zum Yen in der kommenden Woche schwächer. Die steigenden Renditen bei japanischen Staatspapieren sorgten für zusätzlichen Aufwertungsdruck beim Yen, konstatiert ComSec-Experte Fritsch. Allerdings werde ein festerer Yen schnell wieder die Bank of Japan auf den Plan rufen, die vermutlich bei einem Dollarkurs von 118,00 JPY für die US-Währung intervenieren werde. Immerhin sei ein Niveau von 117,50 bis 118,00 JPY für den Dollar in den Bilanzen japanischer Unternehmen veranschlagt.

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