Abwärtstrend: Euro wird sinken, doch nicht wegen Zypern

Abwärtstrend
Euro wird sinken, doch nicht wegen Zypern

Der Euro wird nachgeben - allerdings nicht wegen Zypern, sagen die Strategen der US-Großbank Morgan Stanley. Ihnen zufolge sind größere globale Kräfte Schuld an der Abwärtsbewegung des Euros.
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Dass Zypern finanziell auf die Kippe steht, war eigentlich schon vor Jahren bekannt. Dennoch kamen die Meldungen über Zwangsabgaben auf Bankguthaben von Kunden zyprischer Banken für einige Finanzmarktteilnehmer scheinbar wie aus heiterem Himmel. Die Börsen weltweit rutschten ins Minus, der Dax unterbrach für zwei Tage seine Rekordrally. Unmittelbar traf es auch den Euro. In dieser Woche hat die europäische Gemeinschaftswährung 1,3 Prozent zum Dollar verloren, nachdem das Parlament in Zypern die geplante Abgabe auf Bankguthaben ablehnte.

Für die Strategen von Morgan Stanley ist die Entwicklung allerdings nur eine sehr kurzfristige Korrektur des Euros. Sie rechnen nicht damit, dass die Unruhen in Zypern den Euro unter die Marke von 1,27 Dollar fallen lassen werden. Allerdings sehen sie langfristig und unabhängig von der Entwicklung im kleinen südeuropäischen Euroland bei der Währung einen klar negativen Trend. Ihren Prognosen zufolge wird der Euro in den nächsten Monaten auf 1,17 Dollar zurückfallen.

„Die Nebenwirkungen sind recht begrenzt“, sagt Ian Stannard, Chef für europäische Währungsstrategie bei Morgan Stanley in London, mit Blick auf Zypern. Er ist Bloomberg-Daten zufolge einer der zehn akkuratesten Devisen-Prognostiker. „Es gibt größere globale Kräfte, die den Devisenmarkt antreiben.“

Das weltweit schleppende Wachstum hat zur Folge, dass die Notenbanken ihre bereits seit fünf Jahren andauernde lockere Geldpolitik voraussichtlich fortsetzen werden. Auf ihrer jüngsten geldpolitischen Sitzung am 7. März ließ die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen unverändert auf dem Rekordtief von 0,75 Prozent. EZB-Chef Mario Draghi erklärte in der darauf folgenden Pressekonferenz, dass sich einige Entscheidungsträger für eine Zinssenkung ausgesprochen hatten.

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  • Die Argumentation teile ich.

    Aber wir dürfen nicht wie ein Kaninchen vor der Schlange sitzen.

    Die Probleme sind so wie Sie es beschreiben. Wir müssen uns aber vor Augen halten, dass wir in schwierigen Situationen auf ehrliche, erfahrene Personen bauen müssen. Wenn wir heute erkennen, dass die Situation im negativen Sinn eskaliert, wird wohl niemand den handelnden Personen bescheinigen, wie Profis gehandelt zu haben.

    Genau das ist der Punkt. Es ist keine Qualifikationen eines Hütchenspielers, wie Schäuble sie verkörpert, sondern Qualifikationen eines Herrn Weidmann gefragt. Schäuble geht mit egoistischen, persönlichen Interessen an die Sache, wo wirtschaftliche, währungspolitische Kompetenz gefordert ist.

    Die EU-Finanzminister treten nicht als Einheit sondern wie ein zusammen gewürfelter Haufen, mit negativen Einzelinteressen auf. An dieser Stelle ist nicht Deutschland sondern ein Herr Schäuble als Einzelperson zu nennen. Solche Egomanen sind als "Teamplayer" nicht zu gebrauchen. Der Vorwurf geht aber an uns alle. Es ist bereits im ESM-Vertragstext nachlesbar.

    Wenn die Situation hier eskaliert, dann ist das eine Sache des politisch und wirtschaftlich stümperhaft agierenden Schäubles und damit die Mitschuld Deutschlands. Dafür hat Frau Merkel als Kanzlerin einzustehen.

    Jeder, der den ESM-Vertrag bewusst gelesen hat, erkennt die gleiche Handschrift wieder, die Handschrift Schäubles.

    Ein wirklich ehrenwert anzustrebendes Ziel, ein vereinigtes Europa, ein Euro bedarf andere Alphatiere als Leute mit "Hütchenspieler-Mentalitäten". Wer verantwortliche Positionen so besetzt wie geschehen, verspielt die historische Chance, arbeitet gegen Europa, gegen den Euro. Wir brauchen für diese wichtige Aufgabe ethisch und moralisch saubere Charaktere, hinter denen sich EU-Bürger stellen können. Dies haben Merkel, in der Person des Herrn Schäuble, und Herr Schäuble über seine erkennbar unehrliche Art leichtfertig verspielt.

  • Ich denke, dass Sie nicht ganz richtig informiert sind und rein auf die hiesige Propaganda reagieren.

    Sie sollten wissen, dass aufgrund des niedrigen Steuersatzes in Zypern sehr viele Firmen, auch russische Firmen, auf Zypern domizilieren. Diese Firmen wickeln Rohstoffgeschäfte in großem Stil ab.

    Die deutsche Bundesregierung hatte der russische Regierungsbitte in der Zeit 1998 - 2003 zur Zusammenarbeit und Kontrolle dieser Geschäfte nicht entsprochen. Wenn die Bundesregierung heute diese Unternehmen als Zocker oder gar Steuerhinterzieher abstempelt, dann ist das nicht nur unfair sondern auch bewusste falsche Agitation.

    Wenn Sie dieser Logik nicht folgen können, dann beschaffen Sie sich die Presseerklärungen der russischen und deutschen Regierung anlässlich des ersten Besuchs von Herrn Putin bei Herrn Schröder am 2. Advent 2001 in Hannover - als Frau Schröder statt der zwei Kerzen vier Kerzen am Adventskranz anzündete. Nach Putins Auffassung war dies der angestrebten Stimmung geschuldet. Wenn Sie die beiden Erklärungen vorliegen haben, vergleichen Sie bitte die unterschiedlichen Angaben darin.

    Wenn die von Schäuble geforderte teilweise Enteignung der dortigen Einlagen gefordert wird, dann ist das ein Eingriff, der auf hiesiger Seite dem Verbot des Vorsteuerabzugs für Unternehmen gleich käme. Die Unternehmen, die die Liquidität zum Kauf der Rohstoffe angeschafft haben, und jetzt mit der ca. 10 %igen Zwangsabgabe belegt werden sollen, sind direkt zahlungsunfähig. Das wäre eine Vorgehensweise, die in Deutschland die sofortige Ablösung von Schäuble zur Folge hätte. Aber eben diese Unmöglichkeit versucht er dort diktatorische durchzusetzen.

    Nicht nur, dass das BMF maßgeblich an der aus seiner Sicht unredlichen Entwicklung in Zypern schuldhaft involviert ist, Schäuble nimmt sich Rechte heraus, zu denen er nicht befugt ist. Menschlich ist es aufs höchste verwerflich, nicht zu seinen Fehlern zu stehen und andere der negativen Entwicklung zu bezichtIgen.

  • Vom nächsten LEBENSMITTELgutschein (kein Alkohol) leiste ich mir dann kistenweise Mehl das ich unter Preis an irgendein Restaurant verkaufe um an Bargeld zu kommen! Und vom Bargeld leiste ich mir dann eine neue Flasche

    http://central.banktunnel.eu/dusch_as.jpg
    http://www.test.de/Leserfrage-Deo-wirklich-ohne-Alkohol-4446878-0/

    Wir benötigen eien Grundversorgungswährung für Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs. So eine Art Broteinheiten/Ernährungseinheiten die jedem Menschen global zustehen und ähnlich den Preisen für die Euro Umtellung zusätzlich im Supermarkt ausgewiesen werden.
    Und über die muß Buch/Konto geführt werden der wieterevräußerung auf einem Schwarzmarkt wegen.

    http://central.banktunnel.eu/1125beer.jpg

    "that a bologna sandwich is a satisfactory meal?
    Whereas caviar and champagne...
    roast duck and baked Alaska...
    that might be considered
    a delightful meal?
    We object. These gastronomical comments"

    http://www.script-o-rama.com/movie_scripts/p/philadelphia-script-transcript-tom-hanks.html

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