Acht Dollar unter Rekord
Ölpreis bleibt grundsätzlich niedriger

Die Rohölpreise bleiben trotz eines leichten Anstiegs am Mittwoch deutlich von ihren jüngsten Rekordwerten entfernt. In Amerika stiegen die Lagerbestände an.

HB DÜSSELDORF. In den USA legte Rohöl zur Dezember- Auslieferung am New Yorker Warenterminmarkt Nymex nach Bekanntgabe der Daten zu den US-Lagerbeständen um 13 Cent auf 47,50 Dollar je Barrel (159 Liter) zu. Das Rekordniveau vom 25. Oktober liegt bei 55,67 Dollar.

In London verteuerte sich Erdöl der Nordsee-Sorte Brent um 29 Cent auf 44 Dollar - auch dies ein deutlicher Unterschied zum Oktober-Rekord von knapp 52 Dollar je Barrel.

Die amerikanischen Rohölbestände stiegen nach Angaben der US- Energieministeriums in der vergangenen Berichtswoche um 1,8 Mill. Barrel auf 291,5 Mill. Barrel. Die Vorräte an Distillatprodukten wie Heizöl und Diesel fielen hingegen um 100000 Barrel auf 115,6 Mill. Barrel. Die Benzinvorräte schrumpften um 400 000 Barrel auf 201,3 Mill. Barrel. Nach Bekanntgabe der Daten legte der US- Heizölpreis um 1,04 % und der Benzinpreis um 1,06 % zu.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ging am Dienstag zurück. Der so genannte Korbpreis für sieben wichtige Rohölsorten lag am Dienstag bei 38,03 US-Dollar pro Barrel, wie das OPEC-Sekretariat am Mittwoch mitteilte. Das waren 64 Cent weniger als am Vortag. OPEC-Analysten führen den Preisrückgang seit Ende Oktober auf den Rückzug von Spekulanten aus dem Ölgeschäft zurück.

Die Internationalen Energieagentur (IEA) prognostizierte eine weitere Beruhigung der Rohölmärkte im Winter. Voraussetzung sei, dass es zu keinen unvorhergesehenen Ereignissen komme, teilte die (IEA) am Mittwoch in Paris mit.

Die Rohöllagerbestände der Mitgliederstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) seien zwar im September um 10 Mill. Barrel auf 2,597 Mrd. Barrel zum Vormonat gefallen. Damit lägen die Bestände aber noch um zwei Mill. Barrel über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

Die Europäische Zentralbank (EZB) zeigte sich besorgt über die Folgen der hohen Ölpreise für die Konjunktur. Zwar werde sich das Wachstum fortsetzen, sagte EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing in München. „Die Hoffnung, dass in der zweiten Jahreshälfte 2004 und noch mehr im Jahr 2005 eine Beschleunigung einsetzt, hat aber einen Dämpfer erhalten, und daran ist nicht zuletzt der hohe Ölpreis schuld.“

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