Ängste vor Versorgungsengpässen
Ölpreis erreicht neuen Rekord

Sinkende Ölpreise haben am Mittwoch nur kurzzeitig für Entspannung gesorgt. Gestiegene Rohöl-Vorräte in den USA hatten den Anstieg der Ölpreise unterbrochen, doch nur wenige Stunden später wurde die Rekordmarke von 65 Dollar je Barrel (159 Liter) erreicht.

HB NEW YORK. Der Preis für US-Öl stieg nach Bekanntgabe der Lagerbestand-Statistiken bis auf 65,00 Dollar je Barrel (win Barrel entspricht knapp 159 Litern). Die Nordsee-Ölsorte Brent verteuerte sich um 2,11 Dollar auf 64,09 Dollar.

Der erneute Anstieg der Ölpreise hat am Markt Besorgnisse geweckt, die hohen Energiekosten könnten die Verbraucher zur Kaufzurückhaltung veranlassen und die Unternehmensgewinne schmälern. Die Ausgaben der Verbraucher machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus.

Der amtierende Präsident der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) äußerte sich am späten Dienstagabend besorgt über die hohen Preise. Der kuwaitische Ölminister Scheich Ahmed Fahd al-Sabah kündigte an, das aus elf Ländern bestehende Kartell werde weiter alles tun, um die Versorgung des Weltmarkts zu sichern.

In den USA hatte es in einigen der hoch ausgelasteten Raffinerien Explosionen und Feuer gegeben, die zu Teilausfällen führten. Zuvor hatten Hurrikane die Öl- und Erdgasförderung sowie den Raffineriebetrieb am Golf von Mexiko beeinträchtigt, dem wichtigsten US-Produktionsgebiet.

Benzinvorräte gingen zurück

Die Benzinvorräte gingen nach Angaben des US-Energieministeriums um 2,1 Millionen Barrel auf 203,1 Millionen Barrel zurück. Die Lagerbestände an Destillaten (Heizöl und Diesel) kletterten um 2,6 Millionen Barrel auf 129,9 Millionen Barrel.

Die Amerikaner zahlen inzwischen an den Zapfsäulen Rekordbenzinpreise, was sie in der bis Anfang September laufenden Sommerreisesaison besonders trifft. Die US-Autofahrer beanspruchen rund die Hälfte des weltweiten Benzinangebots.

Der Preis für Rohöl der OPEC ist am Dienstag leicht gesunken. Nach Angaben des OPEC-Sekretariats vom Mittwoch kostete das Barrel im Durchschnitt 56,45 US-Dollar. Damit lag der Preis zwölf Cent unter dem Rekordwert vom Montag (56,57 Dollar).

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