Äußerungen zu Anleihenkäufen: CDU greift Mario Draghi an

Äußerungen zu Anleihenkäufen
CDU greift Mario Draghi an

Ein schwacher Euro hilft Mario Draghi bei seinem Kampf gegen die Deflation. Diesen Kampf nimmt Draghi sofort mit Jahresstart auf und lässt mit seinen Aussagen den Euro einknicken. Die Kritik aus Deutschland folgt prompt.
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FrankfurtDer Vizechef der Unionsfraktion, Michael Fuchs, hat EZB-Chef Mario Draghi vor den Folgen eines weiteren Aufkaufs von europäischen Staatsanleihen gewarnt. Sollte sich die Europäische Zentralbank zu einem solchen Schritt entscheiden, wäre der Druck auf Griechenland und andere Euro- Krisenstaaten verschwunden, weitere Reformen zu machen, sagte Fuchs am Freitag im „Deutschlandfunk“. Stattdessen müsse man darauf achten, dass „der Reformkurs umgesetzt wird, und da wäre ich dankbar, wenn Herr Draghi auch in diese Richtung einige Äußerungen machen würde“, sagte der CDU-Politiker.

Damit reagierte er auf Andeutungen des EZB-Chefs in einem Interview im Handelsblatt, die EZB könne schon bald mit einem Anleihenkaufprogramm an den Start gehen. Fuchs zeigte sich gleichzeitig optimistisch, dass die Gemeinschaftswährung sogar einen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone verkraften könnte und stellte sich somit gegen die EZB-Linie, mit Ankäufen die Märkte auch für Papiere kriselnder Länder offen zu halten.

Dass Äußerungen Draghis erhebliche Effekte haben können, zeigte sich nun nicht zum ersten Mal. Mitten in einer Pressekonferenz von Mario Draghi im letzten Mai in Brüssel kletterte der Euro bis auf 1,3993 Dollar. Dann sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank, er sei bereit, weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen zu ergreifen, um die Konjunktur zu beleben. Damit schickte er die europäische Gemeinschaftswährung auf eine Talfahrt, die nach Einschätzung von Strategen auch 2015 anhalten wird.

Das Jahr 2014 beendete der Euro mit einem Verlust von zwölf Prozent gegenüber dem Dollar - der größte Kursrutsch seit 2005. Strategen, die mit ihrer Prognose von 1,28 Dollar für den Euro zum Jahresende 2014 zu vorsichtig waren, sehen die Gemeinschaftswährung nun bei 1,18 Dollar Ende 2015. Am Freitag rutschte die Devise auf ein Vierjahrestief bei 1,2035 Dollar ab.

Ein schwächerer Euro ist von entscheidender Bedeutung für Draghi, der versucht, die Wirtschaft im Euroraum anzukurbeln und eine Deflation abzuwehren. Der EZB-Präsident startete in dem Gespräch mit dem Handelsblatt mit starken Ankündigungen in das neue Jahr, so sagte er, das Risiko einer Deflation könne nicht ganz ausgeschlossen werden. Damit stärkte er Spekulationen, dass die Geldpolitiker bald mit Maßnahmen wie dem Ankauf von Staatsanleihen beginnen werden, die tendenziell den Euro schwächen.

„In der ersten Jahreshälfte hatte es ein pessimistischer Euro-Ausblick schwer, zum Konsens zu werden. Aber das änderte sich als die EZB die Zinsen nach unten trieb“, sagte Kit Juckes, globaler Stratege bei der Société Générale in London im Telefoninterview mit Bloomberg News. „Immer noch das Beste, was die EZB tun kann, ist, zu versuchen, den Euro zu schwächen“, fügte er an. Juckes sieht den Euro Ende 2015 bei 1,14 Dollar - ein Niveau, das es zuletzt 2003 gab.

Kommentare zu " Äußerungen zu Anleihenkäufen: CDU greift Mario Draghi an"

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  • CDU greift Mario Draghi an! Ja, und? Was ist die CDU bei 19 Euroländern und 75 Parteien!

  • Das man Draghi in der EZB als Chef installiert hat bzw.
    musste war schon verdächtig denn Goldman&Sachs regiert die Welt nicht Merkel oder ihr Finanzminister das sind nur die Handlanger. Das Klagen über Griechenland ist doch nur Ablenkungsmanöver schlimmer ist das Russland zusammen brechen wird und in eine Anarchie mit unvorstellbaren Folgen wenn Putschisten islamische
    Tschetschenen an Atomwaffen kommen Dann gute Nacht Europa
    und Frau Merkel

  • "Die CDU bittet EZB-Draghi höflich, er möge klarstellen, dass kein Geld aus anderen Euro-Staaten nach Griechenland geht.

    Der Vorgang zeigt: Die Parlamentarier sind nicht mehr Herr über das Budget, sondern müssen einen demokratisch nicht legitimierten Zentralbanker bitten, das Steuergeld der Deutschen nicht zu verschwenden."

    Wie lange wird sich das deutsche Stimmvieh wohl von diesen Parlamentswanzen noch so ver.rschen lassen?
    Wer hat denn den ESM durchgewunken? Etwa nicht die Raubwanzen in der Quatschbude?
    Wer stellt denn den Finanzminister, der "die Bankenunion kommt in 24 Monaten" angekündigt hatte, ohne daß auch nur eine Raubwanze ihr Drecksmaul wegen dieses unerhörten Skandals aufgebracht hätte?
    Alles nur eine einzige Ver.rschung und die Medien tun nchts anderes, als diese Inszenierung als reale Sorgen erscheinen zu lassen.
    Und leider ist das Volk viel zu dumm, als daß es das durchschauen würde.
    Also müssen erst mal die Kühlschränke irgendwann leer bleiben, denn wenn der Verstand nicht reicht, die Realität zu erfassen, dann geht es eben nur auf die harte Tour, daß das Kind in den Brunnen fällt.

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