Agrarmärkte
Sojapreis gibt deutlich nach

Der massive Preisrückgang an den Rohstoffbörsen hat auch an den Agrarmärkten tiefe Spuren hinterlassen. Wohl mit am stärksten gebeutelt wurden die Sojabohnenpreise; in der Spitze hatten sie 27 Prozent verloren. Doch trotz größerer Anbauflächen in Südamerika ist die Versorgung nicht allzu üppig, die weltweiten Vorräte werden im August weiter sinken.

SAO PAULO. Das war der stärkste Preisrückgang für die eiweiß- und ölhaltige Bohne seit einer Dekade. Zuletzt haben die Notierungen zwar zeitweise leicht zugelegt, doch die weiteren Aussichten sind ungewiss.

"Der Anbau nimmt tendenziell zu, das wird die Preise unter Druck halten", schätzt Gary Rhea von Risk Management Partners in den USA. In Brasilien wie auch in Argentinien wird mehr Soja angebaut als im Vorjahr. Zudem ist die Ernte in den USA gut ausgefallen. Gleichzeitig hatte noch das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) mit seinen weltweiten Ernteschätzungen überrascht: Die Experten erwarten in den nächsten zwölf Monaten keine Engpässe bei den Ölsaaten. Sowohl in Argentinien als auch Brasilien, den neben den USA wichtigsten Exporteuren, wird die Sojaproduktion im Erntejahr 2008/2009 der Prognose zufolge wegen des größeren Flächeneinsatzes im Vergleich zum Vorjahr kräftig (8,8 Prozent) zunehmen.

In Brasilien hatte das landwirtschaftliche Versorgungsamt Conab bereits einen Produktionszuwachs von 2,9 Prozent gemeldet. In Argentinien soll die Fläche gar um sieben Prozent wachsen, weil die Farmer den wegen Klimaeinflüssen riskanteren und damit teureren Anbau von Weizen und Mais reduzieren, meldet das Agro-Institut Consultoria Panagricola aus Argentinien.

Doch trotz der erwarteten Steigerungen auf der Produktionsseite, sind die Sojapreise zeitweise sogar wieder leicht gestiegen. Der Grund sind die weiterhin historisch niedrigen Lagervorräte bei anhaltend hoher Nachfrage aus China. Die US-Agrarexperten erwarten, dass die weltweiten Vorräte im August rund drei Prozent sinken werden.

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