Agrarrohstoffe
Hoffnung bei Getreide

Die Bedingungen für den Weizenanbau sind EU-weit nach Angaben des Hamburger Agrarhändlers Toepfer International überwiegend gut gewesen. Nur in Ungarn und Teilen Spaniens war es zu trocken. Dennoch wurde in den vergangenen Wochen ein Preisanstieg verzeichnet, da der Weizenpreis den Notierungen in den USA folgte.

DÜSSELDORF. Das US-Landwirtschaftsministerium erwartet in allen wichtigen Exportländern von Weizen eine geringere Ernte als im Vorjahr. Den stärkste Rückgang erwartet die Behörde in den USA. Dort soll die Produktion um knapp 13 Mio. Tonnen auf 55 Mio. Tonnen zurückgehen, im wesentlichen wegen der erwarteten Einschränkung der Anbaufläche sowie geringeren Erträgen. Vor allem in den wichtigen Winterweizenanbaugebieten in den Südstaaten erwartet die US-Behörde geringere Erträge.

Auch in der EU wurde weniger Weizen ausgesät als im Vorjahr. Das US-Landwirtschaftsministerium schätzt die Anbaufläche auf rund 26 Mio. Hektar, das wären knapp vier Prozent weniger als noch im letzten Jahr. Im Gegensatz zur letztjährigen Ernte sind die Wachstumsbedingungen schlechter geworden.

Trotzdem erwartet Jens Ripken, Bereichsleiter Getreide/Ölsaaten bei dem Münsteraner Agrarkonzern Agravis, eine ausreichende Versorgung der Märkte. "Wir rechnen derzeit nicht mit Engpässen", sagt Ripken. Durch das erneute Auftauchen von Spekulanten an den Warenterminbörsen müsse man aber mit heftigen Kursausschlägen rechnen, so der Experte.

Wegen der insgesamt leichten Kursbewegung nach oben sinke derzeit die Abgabebereitschaft der heimischen Landwirte, die offenbar auf weiter steigende Preise setzten. Ihnen rät Ripken, den Weizen bei Erreichen der Gewinnzone zu verkaufen, um nicht wie im vergangenen Jahr zum Schluss in den Abwärtssog der Börse zu geraten. In der Regel verkaufen die Bauern ihr Getreide in drei Teilen jeweils vor, während und nach der Ernte. So erhalten sie meist einen guten Durchschnittsertrag.

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