Agrarrohstoffe: Mais- und Weizenpreise auf dem Vormarsch

Agrarrohstoffe
Mais- und Weizenpreise auf dem Vormarsch

In den USA deutet alles auf eine schwache Maisernte hin. Weil gleichzeitig die Nachfrage hoch ist, steigen die Preise für das Agrargut deutlich an. Im Gefolge geht es auch für die Weizenpreise in Europa aufwärts.
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HB DÜSSELDORF. Die kräftigen Preisaufschläge für US-Mais haben am Montag am europäischen Weizenmarkt für Kursgewinne gesorgt. Der November-Kontrakt verteuerte sich um bis zu 1,8 Prozent auf 238 Euro je Tonne und stellte damit sein Zweieinhalb-Jahres-Hoch vom vergangenen Freitag ein. US-Mais kostete aufgrund einer starken Nachfrage und der Aussicht auf eine schwache US-Ernte mit 5,2375 Dollar je Scheffel ebenfalls so viel wie seit September 2008 nicht mehr.

Zusätzlichen Auftrieb erhalte Europa-Weizen von der aktuellen Schwäche des Pfund Sterling, sagten Börsianer. Großbritannien exportiert einen Großteil seiner Ernte in die Euro-Zone, vor allem in die Niederlande und nach Spanien. Aufgrund schwacher Konjunkturdaten fiel die britische Währung zum Euro auf ein Acht-Wochen-Tief.

Darüber hinaus beeinträchtigt nach einer Untersuchung des bundeseigenen Max-Rubner-Instituts der verregnete Sommer die Weizen-Qualität. Statt der üblichen 20 Prozent werde etwa die Hälfte der diesjährigen deutschen Ernte lediglich Futtermittel-Qualität erreichen.

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