Aktuelle Statistik: Anleger kaufen weniger Gold – Staaten umso mehr

Aktuelle Statistik
Anleger kaufen weniger Gold – Staaten umso mehr

Die weltweite Nachfrage nach Gold ist 2012 gesunken. Das belegen aktuelle Zahlen. Doch die Statistik hält Überraschungen bereit: Während vor allem Privatleute weniger kaufen, schlagen die Notenbanken kräftig zu.
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Der Boom auf dem Goldmarkt geht weiter. Das lässt eine Meldung des World Gold Council vermuten. In einer Pressemitteilung, die der Lobbyverband der Goldindustrie am Donnerstag  veröffentlicht hat, heißt es: „2012 erreichte die Goldnachfrage Rekordwerte“.

Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit. Zwar gaben Goldkäufer insgesamt 236,4 Milliarden  Dollar aus – so viel wie nie. Das lag aber daran, dass gleichzeitig auch der Goldpreis im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Die Menge an Gold, die weltweit nachgefragt wurde, ist tatsächlich gesunken, um vier Prozent auf 4405,5 Tonnen. Auch das geht aus den Zahlen des World Gold Council hervor, nur etwas weiter hinten versteckt. Die Nachfrage liegt immer noch auf einem hohen Niveau. Aber das ändert nichts daran, dass für 2012 unter dem Strich ein Minus steht.

Besonders deutlich sank die Nachfrage der Investoren nach Goldmünzen und -barren. Während die Nachfrage nach physischem Gold im Jahr 2011 noch bei 1514,4 Tonnen lag, fiel sie 2012 auf 1255,6 Tonnen. Auch die Nachfrage der Juweliere sowie der Industrie ging zurück.

Ein Grund für den Rückgang: Der indische Markt, der wichtigsten Goldmarkt der Welt, war zu Beginn des Jahres regelrecht eingebrochen. Das Finanzministerium in Delhi hatte die Einführzölle auf Gold drastisch angehoben, dazu weitere Sondersteuern auf Gold eingeführt. Der Verfall der Rupie machte die Goldimporte noch teurer. Aus Protest riefen Juweliere landesweit einen Streik aus, der über Wochen andauerte. Erst in der zweiten Jahreshälfte normalisierte sich der Handel wieder, die Nachfrage zog an. Besonders im vierten Quartal kauften die Inder wieder mehr Gold – weil sie fürchten müssen, dass Gold für sie demnächst noch teurer wird. Anfang 2013 will die Regierung die Einfuhrzölle erneut erhöhen. Auf das Gesamtjahr gerechnet sank die Nachfrage der indischen Verbraucher um 12 Prozent auf 864,2 Tonnen.

Die Hoffnung, dass China zur wichtigsten Goldnation aufsteigen wird, erfüllte sich bislang nicht. Die Nachfrage veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr kaum – ein Zeichen dafür, dass sich die Chinesen aufgrund der Abschwächung des Wirtschaftsbooms zurückhalten. Die Nachfrage in China sank um 0,5 Prozent auf 776,1 Tonnen. Auf lange Sicht dürfte China aber zum größte Goldmarkt der Welt werden. „Wir erwarten, dass die wachsende Wirtschaft und steigende Einkommen in China dazu führen werden, dass die Goldnachfrage in dem Land weiterhin steigen werden“, sagte Catherine Raw, Managerin des BGF World Mining Fund bei Blackrock.

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Zentralbanken kaufen massiv Gold

Kommentare zu "Anleger kaufen weniger Gold – Staaten umso mehr"

Alle Kommentare
  • Jaja

    Die dummen Chinesen mit Herrn Putin schichten die ganzen, schönen Dollars und Euros in die Blase Gold um.

    Beiden Ländern gehts ja auch richtig schlecht.

    Schönen Tag noch.

  • 16.2.13 Gold derzeit weniger gefragt.Gold ist eine Ware, dessen Preis sich nach Angebot und Nachfrage einpendelt. In übergekauften Marktlagen kann der Goldpreis schnell mal mächtig abstürzen. Dann, wenn Großinvestoren ihre Gewinne abschöpfen. Darum, generelle Vorsicht beim Spekulieren von Edelmetallen. Am Ende der Ölkrise 1979 hatten Sicherheitsneurotiker den Goldpreis auch zu bis dahin unglaublichen Rekorden gepuscht. Danach stürzte sein Preis um 50 Prozent. Wer ohne Verlust verkaufen wollte, musste 20 Jahre warten. Ähnlich könnte es auch nach dem voraussichtlichen Ende der Finanzkrise passieren. Ab 1982 floss das Geld in eine 18 Jahre andauernde Aktienhausse. Gold war out, die Aktien aber starteten durch, obwohl oder gerade, weil sogenannte Experten das Ende der Aktie vorhergesagt hatten. Drum Vorsicht, auch der Goldpreis ist mächtigen Schwankungen unterlegen. Wer nicht aufpasst, kann sich im Raubeinkapitalismus unserer Tage fürchterlich die Finger verbrennen. Anleger, die auf sehr lange Sicht denken, könnten aber weiter gut im Rennen bleiben. Wolfgang Werkmeister,Buchautor,Eschborn

  • Gold ist eine Versicherung, mehr nicht. Und wenn es dazu auch nicht mehr taugt, dann kann man sich selbst wenigstens eine goldene Kugel spendieren.

  • Es wird das gleiche Ende wie immer sein...

    Ist in der Geschichte schon immer so gewesen, keine Überraschung also. Es kann keiner sagen:"konnte man nicht wissen"

    Die Frage ist nicht ob, die Frage ist nur: wann

    Dieses 'wann' kann aber noch ein paar Jahre dauern...

    Ich rechne mit einem externen Ereignis, dass die Blase platzen lässt, aber wissen kann es keiner...

    Außer "Rechner" natürlich, er hat alles begriffen...

  • Wenn das alles so prima läuft, warum laufen Barrick Gold die Kosten davon?

    Warum sind neue Minen so teuer?

    Warum ist der Aktienkurs so schlecht?

    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal ....

  • Welchen Preis Gold im Moment in den verschiedensten Fiat-Währungen hat, ist in Wahrheit vollkommen egal. Die Nachfrage nach dem Golde wird in den nächsten Jahren noch weiter steigen. Das Fiat-Money-System entgleist gerade und die Masse der Menschen hat es noch nicht mal mitgekriegt. Politik und Notenbanken wollen um jeden Preis das System noch ein paar Jahre am Laufen halt, aber immer mehr Credit-Input erzeugt immer weniger Production-Output. In der Geschichte sind noch alle Fiat-Money-Systeme gescheitert, es ist nämlich nicht der erste Versuch der Regierungen, die Menschen für dumm zu verkaufen. So wird es auch diesmal sein. Und solange nicht Unmengen Gold vom Mond oder aus der Arktis auf die Märkte fluten, solange werden die Menschen dem gelben Metall mehr Wert beimessen als irgendwelchen Papierfetzen von Onkel Ben oder Super Mario und es bunkern. Wir sind in der Endphase des größten monetären Experiments der Geschichte der Menschheit und das Ende wird kein Gutes sein.

  • Du kannst bei Degussa anonym kaufen, aber beim Verkauf sieht es anders aus.
    Wie blöde hälst du eigentlich Schäuble?

  • Und? illegaler Waffenbesitz ist auch verboten, und trotzdem gibt es genug davon. Man muss es dem Finanzamt ja nicht auf die Nase binden, dass man Goldbesitzer ist. Das ist ja genau einer der Gründe seine hartverdiente Kohle in physische Metalle anzulegen - da mit die Staatskrake nicht einfach ne Kontensaldenabfrage machen kann, und danach die Hand aufhält.

  • @Marco99
    Sie planen auf 500 Jahre. Das nenne ich mal einen langen Atem!
    Bloß im klassischen Sinne würde man das sicher nicht mehr als Investition bezeichnen, sondern schon eher als einen historischen Schritt - Respekt!

  • Watt für´n Witz.
    Degussa hat in frankfurt einen Laden aufgmacht
    Der rennt wie´s Lottchen. Gold gegen Geld. Ganz anonym. Also nicht registriert, wie es bei den Banken und Sparkassen der Fall ist. Einfach fett!!!

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