Allzeithoch in Reichweite
Ölpreis auf Rekordjagd

Der Ölpreis ist nach der Veröffentlichung von Nachfragedaten der Internationalen Energieagentur (IEA) am Freitag auf den Höchststand seit fast einem Jahr gestiegen. Zugleich erreichte der Preis für Heizöl das höchste Niveau in diesem Jahr.

HB FRANKFURT. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent, die derzeit als Gradmesser am Markt gilt, kletterte um 91 Cent auf 77,31 Dollar. Leichtes US-Öl verteuerte sich um 35 Cent auf 72,85 Dollar. Viel fehlt nicht mehr bis zum Rekordwert von 78,63 Dollar, der im August 2006 erreicht wurde.

Analysten zufolge zog der Ölpreis nach einem leichten Absinken in der Nacht zum Freitag wieder an, weil die Internationale Energieagentur (IEA) einen steigenden weltweiten Energieverbrauch für das kommende Jahr vorhergesagt hat. Trotz des schon hohen Niveaus werde sich der Preisanstieg 2008 wegen einer weiter wachsenden Nachfrage beschleunigen, prognostizierte die IEA. Zugleich steige aber die Förderung. Der Hauptgrund für den Anstieg des Ölpreises ist nach Angaben des EID jedoch der Produktionsausfall im wichtigen Förderland Nigeria nach Anschlägen von Rebellen.

Der Ölpreis war in den vergangenen zwei Wochen um sechs Dollar gestiegen. Als Grund dafür gelten auch Käufe von Fonds, die auf eine deutlich höhere Nachfrage zur Urlaubssaison spekulieren. „Es gibt keine fundamentale Knappheit beim Rohöl“, sagte Tetsu Emori von Astmax Futures in Tokio. Die großen Verbraucherstaaten hatten kürzlich mehrfach die Ölproduzenten zur Ausweitung ihrer Förderung aufgefordert. Vertreter von Förderländern hatten hingegen betont, der Markt sei ausreichend versorgt.

Unterstützt werden die Preise nach Einschätzung von Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank, vor allem von andauernden spekulativen Käufen, da sich die Lage in Nigeria nicht nachhaltig beruhige. Die Commerzbank gehe davon aus, dass sich die Chancen einer baldigen starken Korrektur mehrten. Der weitere Anstieg bei Preisen für Rohöl aus der Nordsee führen andere Experten auch auf Förderschwierigkeiten bei zwei Nordsee-Plattformen zurück.

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