Alternative Investmens für Pensionskassen
Mehr Rohstoffe für das Alter

Der fünfjährige Anstieg der Rohstoffpreise lockt immer mehr institutionelle Investoren an. Auch die traditionell vorsichtigen Pensionskassen interessieren sich stärker für Investments in diesem Sektor. Der Grund: Zwischen traditionellen Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen und alternativen Investmentformen wie Rohstoffen gibt es nur eine geringe, nicht selten sogar eine negative Korrelation. Somit dient eine Anlage der Risikostreuung.

FRANKFURT. „Pensionskassen werden mehr Kapital in nicht traditionelle Anlageklassen stecken“, erwartet Cyrelle E. Urfer von Lombard Odier in Genf. Bob Greer vom weltbekannten US-Fondshaus Pimco bläst in das gleiche Horn: „Für den, der noch keine Rohstoffe in seinem Portfolio hat, ist es höchste Zeit“, sagt Greer. Die Vorteile einer Beimischung dieser Anlageklasse liegen für den Experten auf der Hand. Es gehe darum, das Portfolio gegen Inflationsgefahren und andere Risiken zu schützen. „Investments in Rohstoffe sind für langfristige Investoren sinnvoll“, sagt Jelle Koolstar von Mercer Investment.

In Deutschland diskutieren Pensionskassen und Versicherungen derzeit über ein stärkeres Engagement im Rohstoffsektor. Im europäischen Ausland sind die großen institutionellen Investoren schon deutlich weiter. Hier spielen Rohstoffe als Depotbeimischung bereits seit Jahren eine Rolle. Die staatliche niederländische Stichting Pensioenfonds ABP hat damit bereits gute Erfahrungen gemacht. Die Pensionskasse für die 2,4 Millionen Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes in den Niederlanden ist mit einem investierten Kapital von 190,7 Mrd. Euro der zweitgrößte Pensionsfonds der Welt, nach der japanischen Regierungs-Pensionskasse.

ABP strebt im Gesamtdepot eine jährliche Rendite von sieben Prozent an. Rund vier Prozent des verwalteten Vermögens waren zuletzt in Rohstoffen investiert, wie auf der Internetseite des Unternehmens zu ersehen ist. Das Ergebnis dieser Investments kann sich sehen lassen. Im Jahr 2004 brachten sie ein Resultat von fast 19 Prozent und im vergangenen Jahr von mehr als 23 Prozent.

Auch in anderen Institutionen öffnet man sich alternativen Anlagen: Die Europäische Patentorganisation (EPO) mit Sitz in München hat erklärt, fünf Prozent ihres rund drei Mrd. Euro umfassenden Vermögens in Rohstoffe zu stecken. Auch der Pensionsfonds der niederländischen Bahn Stichting Spoorwegpensioensfonds, der 13 Mrd. Euro verwaltet, will seinen derzeit bei einem Prozent liegenden Rohstoff-Anteil bis auf fünf Prozent aufstocken.

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