Am Nachmittag um die Marke von 1,28 Dollar
Euro bricht Angriff auf Rekordhoch ab

Mit 1,2846 Dollar rückte die Gemeinschaftswährung am Tag nach der Greenspan-Rede bis auf rund einen halben US-Cent an das Rekordhoch vom 12. Januar heran, um dann wieder zurückzufallen. Doch eine neues Bestmarke ist nach Ansicht von Experten nur noch eine Frage der Zeit.

HB FRANKFURT/MAIN. Der Euro hat am Donnerstag nach dem deutlichen Plus am Vortag eine Verschnaufpause eingelegt und pendelte um die Marke von 1,28 Dollar. Am späten Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,2816 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2802 (Mittwoch: 1,2680) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7811 (0,7886) Euro.

Am Mittwoch war der Euro nach der Rede des US-Notenbankchefs Alan Greenspan vor dem US-Kongress innerhalb weniger Minuten um rund eineinhalb Cent bis auf 1,2816 Dollar in die Höhe geschossen. Für die meisten Experten ist ein Sprung über das bisherige Rekordhoch von 1,2897 Dollar nur noch eine Frage der Zeit. „Greenspan hat den Märkten das offizielle O.K. für die Fortsetzung der Dollarschwäche gegeben“, sagte Devisenexpertin Antje Praefcke von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

Der oberste Währungshüter hatte den schwachen Dollar als hilfreich beim Abbau für das Leistungsbilanzdefizit bezeichnet. „Dadurch stellt sich die amerikanische Haltung zu den Wechselkursen in einem ganz anderen Licht dar als von japanischer und europäischer Seite nach dem G7-Treffen am Wochenende vermittelt wurde“, sagte Commerzbank-Experte Carsten Fritsch. „Der Euro dürfte bereits in den kommenden Tagen Anlauf auf das Rekordhoch nehmen.“

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6774 (0,6779) britische Pfund, 135,04 (133,84) japanische Yen und 1,5765 (1,5738) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 411,60 (405,75) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 10 345 (Vortag: 10 290) Euro.

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