Amerikaner sparen Benzin
US-Ölpreis fällt unter 65 Dollar

Der amerikanische Ölpreis ist am Dienstag angesichts eines hohen Rohölangebots an den Weltmärkten auf unter 65 Dollar gefallen. Rohöl zur Novemberauslieferung gab im elektronischen Handel am New Yorker Warenterminmarkt Nymex um 1,07 % auf 64,77 Dollar nach. Damit lag der Ölpreis um 8,6 % unter seinem Rekordstand von 70,85 Dollar, der gegen Ende August verbucht worden war.

HB NEW YORK. New Yorker Ölhändler führten eine verstärkte Rohölverfügbarkeit sowie die nachlassende Benzinnachfrage an. Die amerikanischen Autofahrer haben auf die drastischen Benzinpreiserhöhungen im Gefolge der Hurrikans „Katrina“ und „Rita“ graduell mit veränderten Fahrgewohnheiten reagiert. Sie verzichten momentan wegen der hohen Treibstoffkosten zunehmend auf unnötige Fahrten. US-Präsident George W. Bush hatte sie mehrfach hierzu aufgefordert.

Detroit hat die Benzinpreis-Explosion mit einer Reduzierung der Verkäufe schwerer Geländewagen um etwa 50 % im September zu spüren bekommen. Der bereits vorher spürbare Trend zu kleineren Geländewagen, Pickups und Pkw hat sich im September auf dem amerikanischen Automarkt beschleunigt fortgesetzt, zeigen die Verkaufszahlen der in- und ausländischen Anbieter.

Es gab trotz des andauernden Ausfalls von zahlreichen Raffinerien am Golf von Mexiko nach den Wirbelstürmen „Katrina“ und „Rita“ am Dienstag einen Rückgang der Benzinpreise um ein Prozent. Die Benzinpreise an den amerikanischen Tankstellen sind innerhalb Jahresfrist um mehr als 50 % in die Höhe geschossen. Heizöl verbilligte sich am Dienstag um 0,9 %. Lediglich Erdgas lag weiter in Rekordnähe.

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hatte im Gefolge von Hurrikan „Katrina“ 60 Mill. Barrels aus den strategischen Ölreserven der Mitgliedsländer freigegeben. Die OPEC-Länder hatten den Ölhahn nach Darstellung von Marktbeobachtern ebenfalls weit aufgedreht.

Es liegen aber noch immer 92,8 % der Erdöl- und 74,5 % der Erdgasförderung im Golf von Mexiko brach. Es sind seit „Katrina“ im wichtigsten US-Fördergebiet bisher 45,1 Mill. Barrels Öl ausgefallen oder rund 8,2 % der gesamten dortigen Jahresförderung.

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