An nur einem Tag
Russland stützt Rubel mit 980 Millionen Dollar

Die russische Zentralbank will die Talfahrt des Rubel stoppen – und versucht dies mit dem größten Eingriff der Währungshüter am Markt seit der Eskalation der Spannungen zwischen Russland und der Ukraine im März.
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MoskauDie russische Zentralbank hat am 3. Oktober mit 980 Mio. Dollar am Devisenmarkt interveniert, um die Talfahrt des Rubel zu bremsen. Es ist der größte Eingriff der Währungshüter am Markt seit der Eskalation der Spannungen zwischen Russland und der Ukraine im März.

Die geldpolitischen Entscheider hoben die Obergrenze für die Handelsspanne des Rubel am Montag um zehn Kopeken auf 44,60 an, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme hervorgeht. Das deutet darauf hin, dass die Zentralbank mindestens weitere 700 Mio. Dollar ausgegeben hat, denn gemäß offiziellen Richtlinien werden 350 Mio. Dollar verkauft, bevor die Handelsspanne um 5 Kopeken verändert wird.

Um die Mittagszeit war der Rubel in Moskau gegenüber einem Ziel-Korb mit Dollar und Euro kaum verändert bei 44,5099. In den vergangenen drei Monaten hat die russische Währung mehr gegenüber dem Dollar nachgegeben als jede andere Währung.

„Das bedeutet nicht, dass es keine weitere Schwäche geben wird”, sagt Vladimir Osakovskiy, ein Volkswirt bei Bank of America Corp. in Moskau. „Der Handels-Korridor wird den potenziellen künftigen Interventionen entsprechend angepasst werden.”

Russlands Präsident Wladimir Putin zahlt den Preis dafür dass er die nach dem Kalten Krieg in Osteuropa entstandene Ordnung zerstört hat, da die Europäische Union und die USA das Land mit Sanktionen belegt haben und Investoren ihr Geld abziehen. Von Jahresanfang bis Ende Mai hatte Russland bereits 40 Mrd. Dollar für Interventionen am Devisenmarkt ausgegeben. In den vergangenen drei Monaten hat der Rubel zum Dollar 14 Prozent an Wert verloren.

Die internationalen Reserven Russlands sind sechs Wochen in Folge geschrumpft auf 456,8 Mrd. Dollar in der vergangenen Woche. Die Märkte haben den Handelskorridor der Zentralbank in diesem Monat getestet, da die Unternehmensnachfrage nach ausländischen Devisen wächst, während der Zugang zu den westlichen Märkten aufgrund der Sanktionen begrenzt ist.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " An nur einem Tag: Russland stützt Rubel mit 980 Millionen Dollar"

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  • Ne,ne mein lieber. Erst den Rubel leer verkaufen
    und dann wenn er billiger wird zurückkaufen.
    Der Putin zahlt die Differenz. So läuft das.


  • Am Ende bringen aber die Sanktionen die über Rußland erbracht wurden...

    NUR AN SPEKULANTEN ETWAS...

    die jetzt womöglich in den Rubel einsteigen...

    um nach Beruhigung der Lage sich erneut zu freuen weil der Rubel dann steigt ???

    Solche geldwetten sah die Welt schon öfters...

    man beachte die Wetten gegen Griechenland...

    und auch die Wetten gegen den US-Dollar oder den Euro.

    Dann muss man sagen :

    " DIESE WELT VERSTEHT ES NIEMALS UM WAS ES IN DIESER WELT WIRKLICH UNS FEHLT !"




  • Der Rubel wird sich leichter die Sanktionen ertragen als der Euro.

    DIE SANKTIONEN SIND WICHTIG UND UNVERZICHTBAR...Aber...

    wenn man manche falsche Handlungen der EU dabei erkennt wie dass etwa in Polen die Äpfeln nicht verkauft werden...

    man aber in diese EU nicht in der Lage ist...

    vor dem kommenden Winter die EU-Bevölkerung mit zusätzliche Vitaminen auszustatten und stattdessen jammert dass man nicht weiß wohin mit den Äpfeln und andere Lebensmitteln...dann muss man dieser EU bescheinigen nicht Führungstalentiert zu sein...

    und muss diese EU daran zurück erinnern wie man etwa zu Kriegsjahren sich an dem bediente was man zur Verfügung hatte...und hierzu sollte eine EU eine Möglichkeit einbringen wo man die Lebensmitteln besser verwertet als es etwa zu vernichten...oder dazu beizutragen dass Landwirte gar keine äpfeln etwa in Deutschland mehr ernten wollen weil der geldbetrag daraus sich ungeeignet zeigt um die Äpfeln alleine zu ernten oder einzusammeln.

    Dabei könnte man sich durchaus vorstellen etwa in diesem Winter ...KOSTENLOSEN OBST AN ALLE EU-SCHÜLER IN DER GANZE EU TÄGLICH ZU VERTEILEN...weil nicht nur unsere Kinder unsere Zukunft sind...sondern auch die Wähler von morgen...und wo man gesünder lebt...da SENKT MAN DIE KOSTEN FÜR DIESE EU-GESUNDHEITSKASSEN dass immerhin schon leer genug sind.

    Scheinbar kennt diese EU alles...aber tut nichts.

    Und am Ende kommt man auf die Ideen auf alles andere die schuld für das eigener versagen zu geben nur nicht an die Fehl Politik dieser EU !

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