Analyse Euro könnte auf Parität zum Dollar fallen

Laut einer Analyse der Standard Bank könnte der Euro in diesem Jahr auf Parität zum Dollar fallen, falls sich die Schuldenprobleme in der Eurozone verschlimmern.
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Euromünzen liegen auf einer Dollarnote. Quelle: dpa

Euromünzen liegen auf einer Dollarnote.

(Foto: dpa)

Der Euro könnte schon im laufenden Jahr bis auf eine Parität zum Dollar zurückfallen. Das erklärte Steven Barrow, Leiter G10-Analyse bei der britischen Standard Bank Plc, in einer Notiz. Es würde unter Umständen dazu kommen, sollten die Schuldenprobleme in der Eurozone “richtig außer Kontrolle geraten”, schrieb er.

Er geht davon aus, dass es den Entscheidungsträgern nicht gelingen wird, die strukturellen Fehler der Währungsunion zu beheben. Dadurch werde der Wechselkurs zunächst auf die Marke von 1,15 Dollar je Euro gedrückt werden. Die mögliche Senkung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank um 50 Basispunkte sei zwar notwendig, werde jedoch möglicherweise nicht ausreichen, um den “Verwesungsprozess” aufzuhalten.

Sollten die Rettungsgelder ausgehen, wird die Eurozone wohl dazu gezwungen sein, ihre fiskalischen Unzulänglichkeiten anzugehen, schrieb Barrow.

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8 Kommentare zu "Analyse: Euro könnte auf Parität zum Dollar fallen"

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  • Fakt ist, das das ganze Downgrading der Staatsanleihen verursacht wird von den USA

    Das mit gutem Grund, wie sonst soll sich denn der arme alte lahme Uncle Sam in Europa wieder billig zu Produktionsmitteln wie Thyssen , Solarworld , Märklin usw
    kommen.
    Dem armen alten Mann muß doch geholfen werden...
    der hat doch nur die Dollarkrücke...

  • Warum Panik schieben. Eigentlich ist es längst Zeit geworde, dass der Euro abwertet. Der Dollar wertet ja schon immer ab, der Yen auch, die Chinesen werten künstlich ab, die Engländer haben abgewertet, und in den Eu-Neumitgliedern im Osten wird auch geren abgewertet.

    Also: Die Abwertung hilft dem Euroraum. Es wurde dauernt kritisiert, dass der Euro ja nicht abwerten kann, weil Deutschland wirtschaftlich so stark sei. Alles Unfug.
    Wie man sieht funktioniert der Euro, er wertet ab, weil es wirtschaftliche Probleme gibt.

    Dies könnte den PIIGS Chancen eröffnen, d.h. Exportchancen.

  • Stimmt, und je länger diese ganzen Experten dumm schwätzen wird der € auch weiter fallen und Pimco und alle anderen freuen sich über riesige Gewinne. Können nicht mal alle die Klappe halten und endlich ihre Arbeit machen?

  • "Angezählt"? Oh, Sie sind Optimist. ;-)
    Kurz und schmerzlos: Der Dollar hat eigentlich schon längst fertig. Das Einzige, was ihn noch künstlich am Leben erhält, sind die Rating-Angriffe auf den Euro (womit ich natürlich nicht sagen will, es gäbe keine hausgemachten Probleme in Europa) durch die US-Hochfinanz sowie einige andere "Tricks" und Kniffe. Man nutzt die strukturellen Probleme Eurozone gezielt aus. Als hätten die USA reges Interesse an einem starken Euro.

  • Genau richtig!
    Aussagen wie: "der Dollar könnte fallen" oder "der Yen könnte steigen"
    über die kurzfristige Entwicklung von Währungsparitäten ist Kaffeesatzleserei oder Scharlatanerie. Solche Aussagen sind die Druckerschwärze nicht wert.

  • Solange die Südländer ungehindert über Target Deutschland plündern können, wird der Euro fallen, fallen, fallen, fallen .....

  • Frage mich auch, was der Autor aussagen will.
    Dadurch dass er seine Aussagen zum € am Wechselkurs zum $ festmacht, drückt er implizit aus, dass die amerikanische Währung im Gegensatz zum € (absolut) sicher sei. Möglicherweise ist das die eigentliche Botschaft.
    Kann man hinterfragen; für mich ist der $ als Weltwährung ebenfalls "angezählt".

  • Britische Standard Bank ?! - die Interessen sind doch klar.
    Ich behaupte nach meiner Analyse steht der Euro zum Doller eher bei 1,40 als bei 1:1. Und jetzt?? - ist doch alles nur mit der Glaskugel, eine seriöse Vorhersage ist nicht möglich. Wer etwas anderes behauptet hat keine Ahnung.

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