Analysten erwarten weitere starke Schwankungen
Anstieg des Ölpreises nur kurz gestoppt

Die Ruhe an den Rohölmärkten währte nur kurz. Der Preis für das in Europa marktführende Nordseeöl der Marke Brent rutschte zeitweise unter 38 $ je Barrel (159 Liter), stieg aber im Tagesverlauf wieder auf knapp 39 $. In den USA sprang die Richtmarke WTI sogar auf rund 41 $. Noch vor knapp einer Woche hatte auch Brentöl bis zu 40 $ gekostet. Analysten rechnen längerfristig aber wieder mit fallenden Preisen.

DÜSSELDORF. „Die Spannung an den Märkten bleibt noch bis zum 3. Juni erhalten“, sagt Mélanie Micza, Rohstoffexpertin der Commerzbank. Dann findet das nächste Treffen der Opec in Beirut statt. Die Märkte hoffen darauf, dass die Opec dann offiziell eine Erhöhung ihrer Förderung beschließen wird. Bereits bei einem informellen Treffen am Wochenende hatten sich die Saudis dafür ausgesprochen, die Ölförderquote zu erhöhen. Die Opec war dem Vorschlag zwar noch nicht gefolgt, doch der Preisanstieg wurde damit kurz gestoppt.

Zweifel, ob diese Menge ausreicht, die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen, hatten den Ölpreisen dann am Montag erneut Auftrieb gegeben. Für Verunsicherung sorgte auch der Ölgigant Royal Dutch/Shell. Europas zweitgrößter Ölkonzern hat – zum vierten Mal in diesem Jahr – die Höhe der als sicher ausgewiesenen Reserven auf nun 4,47 Mrd. Barrel verringert.

Für Gesprächsstoff sorgte zudem die Ankündigung Saudi-Arabiens, die eigene Förderkapazität von täglich 9,1 Mill. auf 10,5 Mill. Barrel auszuweiten. „Saudi-Arabien wird nun mehr Glauben geschenkt“, erklärt Mélanie Micza die zeitweise Beruhigung an den Ölmärkten.

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