Analysten optimistisch

Goldbullen auf dem Vormarsch

Steht Gold vor dem Comeback? Gebeutelte Anleger hofften bisher vergebens, dass sich das gelbe Edelmetall von seinem kräftigen Absturz erholt. Ein Stimmungswandel ist jetzt zumindest bei Rohstoff-Experten zu beobachten.
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Goldschmuck: Die physische Nachfrage nach dem gelben Edelmetall ist derzeit sehr robust. Quelle: dpa

Goldschmuck: Die physische Nachfrage nach dem gelben Edelmetall ist derzeit sehr robust.

(Foto: dpa)

Analysten sind gegenüber Gold so optimistisch eingestellt wie seit einem Jahr nicht mehr. Auch bei den Anlegern schwindet die Zahl der Pessimisten, zumindest erwarten das Marktteilnehmer. Sie erwarten nämlich, dass Investoren ihre Wetten auf fallende Goldpreise reduzieren werden. Diese Spekulationen hatten sich nach den stärksten Verlusten seit 1981 ihrem Allzeithoch angenähert.

Immerhin 15 vom Börseninformationsdienst Bloomberg befragte Analysten erwarten für die aktuelle Woche steigende Goldnotierungen, zwei erwarten fallende Preise und vier vertreten eine neutrale Meinung. Damit ist der Anteil der Bullen der höchste seit Dezember 2012.

Zuletzt war die Stimmung eher schlecht. Zwischen Oktober und Heiligabend hatten sich die Short-Positionen, die von Hedgefonds und anderen Großspekulanten gehalten werden, fast vervierfacht, wie jüngste Daten der U.S. Commodity Futures Trading Commission zeigen. Die Investoren hatten auf einen weiter fallenden Goldpreis gewettet.

Mit Erfolg. Denn an Silvester erreichte der Preis für das gelbe Edelmetall ein Sechs-Monats-Tief. Seither ist der Goldpreis aber wieder um bis zu 5,4 Prozent angezogen.

Im vergangenen Jahr hatte sich Gold erstmals seit 13 Jahren verbilligt. Nachdem die anziehende Konjunktur Spekulationen befeuerte, die US-Notenbank könnte ihre Anleihekäufe zurückfahren, war Gold als „sicherer Hafen in Krisenzeiten“ nicht mehr gefragt. Mit Gold unterlegte Fonds verzeichneten Verluste von insgesamt mehr als 73,4 Milliarden Dollar (54 Milliarden Euro).

Der Markt könnte vor einer Rally stehen
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51 Kommentare zu "Analysten optimistisch: Goldbullen auf dem Vormarsch"

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  • ja, das ist super peinlich.

    Notenbanken kann man vertrauen :P

  • sorry für doppel post, probleme mit der Seite...

  • sollte Dein Kilobarren so groß wie eine Zigarrenschachtel sein, hat dich jemand aber böse angeschmiert.

    1 kg Gold sind viel kleiner.

  • Wenn Dein Kilo Gold so groß wie eine Zigarrenschachtel ist, hat dich jemand böse angeschmiert.

    1 kg gold ist viel kleiner...

  • Da sind wieder mal die Tageswichtigtuer am Werk.

    Gold steigt und fällt und steigt, jenachdem, wie es den Spekulanten gefällt.
    Nicht irritieren lassen. Es ist im Unterschied zu Papierwerten ein dauerhafter Wert und dieser bleibt.
    Würde man nach Empfehlungen einiger sog. Experten, oder denen die es sein wollen, gehen, dann müssste man ständig hin un her umschichten, kaufen und verkaufen, das ist doch Unsinn.
    In einem Artikel raten die Experten vom HB sogar... verkauft euer Gold.
    Wie dumm müsste man da sein.
    Am Tiefpunkt verkaufen? Wozu? Um am Aktienhöhepunkt einzukaufen? Dümmer gehts wohl nimmer.
    Diese ganzen Anlagegeschäfte fahren rauf und runter wie eine Seilbahn. Manipuliert von
    allen Seiten, jenachdem wer auf welchen Knopf drückt.

    Wer unten aussteigt, kann nicht mehr mit hochfahren.
    Und nochmal zum Nachdenken!
    Gold ist kein Papier, es hat Materialwert, egal wie hoch das bewertet wird. Eine krisensichere Anlage für alle Fälle. Für Tageszocker ist das nicht geeignet.
    Da raten die doch tatsächlich..in einem Artikel:. Verkauft euer Gold! Liebes HB... den Teufel werden wir tun! Wer hat der hat!
    Das HB sollte eigentlich klüger sein.. Ihre Experten sollten noch viel dazulernen.

  • @Cassandra
    Das deutsche Gold existiert schon lange nicht mehr physisch. Es ist verdunstet. Deshalb konnte die FED auch nur mit Mühe und Not 37 Tonnen liefern. Bei 3.400 Tonnen hätten wir in 100 Jahren das Gold zurück.
    Aber wie schon gesagt, physisch existiert es nicht mehr.
    Und die Bundesbank hat es ja angeblich geprüft.
    Ihnen wurden nur Dokumente gezeigt, in Augenschein nehmen durften sie es nicht.
    Also können wir es getrost abschreiben.

  • Das ganze Geseier, ob Gold nun -weshalb auch immer- diesen oder den Kurs gen Null gehen könnte, bereitet mir große Langeweile. Ob und warum es vielleicht bis auf 10.000 $/oz steigen könnte -und vor allem wann- möchte ich gar nicht wissen...
    Während ich das hier schreibe, liegt vor mir ein Kilobarren Gold. Er ist erstaunlicherweise recht kompakt und vielleicht so groß wie eine Zigarettenschachtel - bei halber Höhe und schimmert herrlich warm im Kerzenlicht. Das sind heute rund 29.000 Euro. Dass dieser Wert jemals auf "Null" sinkt, ist relativ unwahrscheinlich. Bei Papier und Immobilien bin ich mir nicht ganz so sicher, haben diese doch ganz gewiss einen höheren "Brennwert".

  • @ Hantasilf

    Deswegen nimmt man für solche Vergleiche ja auch nicht beliebige Zeiträume sondern vergleicht sie kurzfristig (1Jahr). Mittelfristig (3 und 5 Jahre). Langfristig (10 und 30 Jahre).

    Und natürlich wird die Finanzprodukte vertreibende Industrie gerne Indizes präsentieren. Aber verschweigen welche Kosten anfielen um die Produkte zu erwerben. Verschweigen welche Umschichtungs- und Informationskosten entstanden. Welche Kosten durch Steuerberatung und Besteuerung.

  • "Ziemliche Kopfschmerzen bereitet der Bundesbank wohl langsam, dass die USA die angeblich eingelagerten deutschen Goldbestände einfach nicht mehr liefern kann."

    Eine noch viel lustigere Verschwörungstheorie ist, dass das in Wirklichkeit kein Gold, sondern angepinseltes Blei ist und die Prüfgeräte von der NSA so manipuliert wurden, dass das nicht auffällt. *g*

  • Null Ahnunh, weils sie wahrscheinlich nix haben und verpennt haben!

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