Analysten sagen erneuten Kursanstieg voraus – Devisenhändler orientieren sich stark an der Charttechnik: Euro liegt noch voll im Aufwärtstrend

Analysten sagen erneuten Kursanstieg voraus – Devisenhändler orientieren sich stark an der Charttechnik
Euro liegt noch voll im Aufwärtstrend

Der Euro bleibt stark. In dieser Einschätzung herrscht Einigkeit unter den Analysten – ob sie nun auf der Basis von Kursverläufen (technisch) argumentieren oder auf der Basis von wirtschaftlichen Daten (fundamental). Der steile Anstieg des Euro-Kurses sei zwar unterbrochen, doch der Trend nach oben bleibe intakt. „Korrektur, aber keine Trendumkehr“, fasst Goldman-Sachs-Spezialist Jim O’ Neill die Einschätzung der Analysten-Mehrheit zusammen.

DÜSSELDORF. Nirgendwo sind die Schwankungen derzeit so groß wie am Devisenmarkt. Noch am vergangenen Mittwoch hatte der Euro mit 1,2933 Dollar ein Allzeithoch erreicht. „Eine klassische Bullenfalle“, kommentierte HSBC Trinkaus & Burkhardt. Anstelle des erwarteten Ausbruchs nach oben, weil alte Widerstände überwunden schienen, drehte der Kurs jedoch scharf nach unten ab. Übrig blieb charttechnisch eine doppelte Spitze, die sich aus den Hochs vom Januar und vom vergangenen Mittwoch herausbildete.

Innerhalb von nur drei Handelstagen verlor der Euro bis gestern bis zu fünf US-Cent an Wert, ohne dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geändert hätten. Zu verstehen sind die kräftigen Schwankungen dennoch: Anleger und Händler orientieren sich am Devisenmarkt viel stärker als bei Akten und Anleihen an charttechnischen Hürden und Unterstützungen. „In diesem Markt sind besonders viele Profis am Werk, die zudem kurzfristig engagiert sind. Hinzu kommt, dass fundamentale Argumente bei Wechselkursen besonders schlecht funktionieren. All das kommt der Charttechnik entgegen“, sagt Klaus Deppermann von der ING BHF-Bank.

Damit erklärt sich der scharfe Kurseinbruch nach dem Herausbilden der doppelten Spitze – aber auch der kräftige Anstieg am gestrigen Handelstag. Das Doppelhoch sendet nämlich erst dann ein Verkaufssignal und gibt dementsprechend Hinweise auf eine Trendumkehr, wenn die vorangegangenen Tiefpunkte innerhalb dieser Top-Bildung nach unten durchbrochen werden. Das wäre bei gut 1,2330 Dollar je Euro der Fall. Hier liegt das Jahrestief und eine massive Unterstützung. Weil diese bisher hielt, kam es zu Wochenbeginn erst einmal zu einer Gegenbewegung nach oben. Holger Struck von Wave Management rät Anlegern abzuwarten, ob die Unterstützung wirklich hält. „Wenn nicht, dann ergibt sich ein größeres Verkaufssignal mit einem nächsten Ziel von 1,20 Dollar. Aber soweit ist es noch nicht.

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