Analysten sehen langfristig steigende Preise
Anleger suchen wieder Sicherheit im Gold

Gold hat 2008 ein Rekordhoch markiert, dann ist der Preis zurückgefallen. Von 1 033 Dollar pro Feinunze ging es abwärts bis auf 712 Dollar, doch seit November erholt sich der Preis für das Edelmetall, das von Anlegern als sicherer Hafen geschätzt wird. Aktuell notiert Gold bei 925 Dollar, doch die meisten Analysten sehen die alte Rekormarke bereits in Reichweite.

DÜSSELDORF. Wie schon in vielen Krisen zuvor hat auch 2008 die Angst vor den weiteren Auswirkungen der globalen Finanzkrise und einer weltweiten Rezession die Anleger in den "sicheren Hafen" Gold getrieben. Geradlinig verlief der Anstieg allerdings nicht: Der Preis für die Feinunze des Edelmetalls stieg bis März 2008 auf 1.033,90 US-Dollar, dann folgte ein Rückschlag. Im November kostete die Feinunze nur noch 712 Dollar. Doch seit Mitte Januar ziehen die Preise wieder deutlich an, Ende Januar überschritt der Goldpreis sogar erstmals die Marke von 700 Euro pro Unze. Auch in Dollar berechnet ist es nicht mehr weit bis zum Überschreiten der alten Rekordmarke.

Hintergrund: Die internationalen Notenbanken haben auf die Verwerfungen der Finanz- und Wirtschaftskrise seit Mitte 2007 in regelmäßigen Abständen mit extrem expansiver Geldpolitik reagiert. die Leitzinsen wurden global auf historische Tiefstände gesenkt, die Geldmengen angehoben. Die Folgen sind bekannt: Inflationssorgen machen die Runde, die Anleger ziehen sich aus allen Anlagen zurück, die unter einer Geldentwertung leiden. Gleichzeitig suchen die Investoren für ihr Geld nach Anlagealternativen, die sie gegen neue Inflationsschübe absichern. Und hier steht Gold traditionell an erster Stelle.

Der Kreis der Experten, die auf Gold schwören, ist prominent besetzt: "Sicherheit wird auch 2009 im Vordergrund stehen, wir wollen defensiv bleiben", sagte unlängst Jens Ehrhardt, der seit über drei Jahrzehnten erfolgreiche Vermögensverwalter, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Er setzt in der Krise, wie viele seiner Kollegen, auf Investments, die sich so zusammenfassen lassen: Geld, gute Unternehmen - und Gold. (Mehr dazu lesen Sie hier.)

Auch der Investmentstratege Philipp Vorndran sagt: "Privat halte ich Bundesanleihen bis drei Jahre Laufzeit, Gold und Silber, ansonsten kaufe ich gute Unternehmensanleihen." Damit setzt er auf die Vermögensformen, die seit dem Ausbruch der Krise vor eineinhalb Jahren mit Abstand die besten Anlageergebnisse lieferten: Nur erstklassige Staatsanleihen oder auch Gold brachten Gewinne ein. Diese Vermögensformen profitierten vom Run der Anleger auf Sicherheit.

Seite 1:

Anleger suchen wieder Sicherheit im Gold

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%