Analysteneinschätzung
Silberpreis steuert 20 Dollar an

Derzeit kostet Silber 16,75 Dollar je Feinunze. Philip Klawijk, Chairman des britischen Rohstoff-Researchhauses GMFS, sieht das weiße Metall in absehbarer Zeit die Marke von 20 Dollarn übersteigen. Andere Analysten sind da wesentlich zurückhaltender.

FRANKFURT. Bei Goldman Sachs wird derzeit für das Jahr 2008 mit einem durchschnittlichen Silberpreis von 14 Dollar gerechnet. Am Dienstag kostete Silber 16,75 Dollar.

Treibende Kraft für den prognostizierten Preisaufschwung werde das anhaltende Anleger-Interesse sein, sagt Klapwijk, der ein profilierter Kenner der Edelmetallmärkte ist, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Die Fundamentaldaten am Silbermarkt seien heute so stabil wie seit langer Zeit nicht mehr. In der jüngsten Vergangenheit habe sich Silber – ähnlich wie Gold – immer mehr zu einer eigenen Anlageklasse entwickelt. Inzwischen gibt es weltweit einige Exchange Traded Funds (ETF), die das Kapital, das ihnen von Fondsinvestoren anvertraut wird, in physisches Silber anlegen.

Während einzelne Gold-ETF im Zuge der jüngsten Korrektur physisches Gold verkauft haben, „ist der physische Bestand der Silber-ETF recht stabil“, sagt Klapwijk im Hinblick auf die Vorlage des „World Silver Survey 2008“. Auch wenn es eine starke Korrelation zwischen Gold und Silber gebe, so habe sich das weiße Edelmetall in dieser Hinsicht zuletzt von Gold abgekoppelt. Anleger sollten nicht vergessen, dass der Silbermarkt ein relativ illiquider Markt sei, so dass stärkere Veränderungen bei Angebot und Nachfrage größere Preisfluktuationen bewirken könnten.

Im Jahr 2007 habe nicht nur das Interesse der Kapitalanleger, sondern auch die Nachfrage der industriellen Silberverarbeiter weiter zugenommen – im sechsten Jahr in Folge. So werde Silber verstärkt auch am boomenden Markt für Mobilfunkgeräte eingesetzt. Dieser positive Nachfragetrend werde auch im laufenden Jahr anhalten. Vor allem aus der Volksrepublik China und Indien erwartet der Experte in den kommenden Monaten eine anhaltend hohe Nachfrage nach dem weißen Metall. Dabei dürfe jedoch nicht vergessen werden, dass die VR China inzwischen Selbstversorger bei Silber sei und schon längst nicht mehr auf Importe angewiesen sei.

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