Angst vor Terrorismus
Nicht-Opec-Mitglieder sollen mehr Öl fördern

Um einen Preisrückgang beim Rohöl zu erreichen, sollen die Nicht-Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ihre Ölförderung steigern. Opec-Präsident Purnomo Yusgiantoro sagte am Mittwoch, er werde Russland, Angola, Mexiko und Oman in Briefen um eine Erhöhung bitten.

HB JAKARTA. „Sie haben freie Kapazitäten, um ihre Produktion auszuweiten“, sagte Purnomo, der auch Ölminister von Indonesien ist. Ein russischer Ölproduzent kündigte jedoch bereits an, dass das Land dem Opec-Appell nicht nachkommen werde. „Wir haben keinen Hahn, den wir einfach auf- und zudrehen können“, sagte Sergei Oganesjan, einer der ranghöchsten Vertreter der russischen Ölindustrie. „Wir produzieren gegenwärtig genauso viel, wie wir können.“

Auch am Mittwoch verteuerte sich Öl, nachdem die Preise bereits am Vortag wieder angestiegen waren. Händler führten den Preisanstieg vor allem auf Sabotageakte an Ölpipelines im Irak zurück. Ein Barrel (rund 159 Liter) der marktführenden Nordseesorte Brent zur Lieferung im August verteuerte sich in London um 24 Cent auf 35,27 Dollar.

Befürchtungen, dass Extremisten Anschläge auf wichtige Einrichtungen zur Ölförderung im Nahen Osten verüben könnten, hatten den Ölpreis in den vergangenen Woche auf Höchststände um 40 Dollar steigen lassen. Die Opec hatte deshalb Anfang dieses Monats beschlossen, die Ölproduktion zum 1. Juli um zwei Millionen Barrel pro Tag und zum 1. August um noch einmal 500.000 Barrel zu erhöhen.

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