Anlage
Gold verliert an Glanz und an Bedeutung

Gold war bei Anlegern lange Zeit heiß begehrt. Das Edelmetall gilt als Inflationsschutz in Krisenzeiten. Doch 2013 endete die beispiellose Erfolgsgeschichte. Auch die Prognosen sind negativ.
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FrankfurtGold hat mächtig an Glanz verloren: Erstmals seit Beginn des Jahrtausends wird der Goldpreis ein Jahr mit Verlusten abschließen. In den vergangenen zwölf Monaten verlor das Edelmetall etwa 27 Prozent an Wert. Finanzstarke Anleger, die ihr Vermögen gegen Inflation absichern wollten, haben dem Goldmarkt mittlerweile den Rücken gekehrt. Für viele Experten ist klar: 2014 wird der Goldpreis weiter fallen.

Der Hauptgrund für die pessimistische Prognosen: Trotz der lockeren Geldpolitik führender Notenbanken gibt es derzeit keine Anzeichen für eine starke Inflation. Die US-Notenbank läutete wegen der kräftigen Konjunktur zuletzt sogar den Ausstieg aus der Billiggeldflut ein. Fachleute sind sich einig, dass die Teuerung für längere Zeit niedrig bleiben wird. David Kohl, Chefvolkswirt Deutschland der Schweizer Privatbank Julius Bär, bringt es auf den Punkt: „Inflation ist derzeit kein Thema.“

„In Gold investierte Anleger können angesichts der aktuellen Lage verzweifeln“, so Rohstoffexperte Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg. Konjunkturdaten, die auch nur entfernt auf eine Verringerung der Geldflut durch die US-Notenbank hindeuteten, hätten zuletzt immer wieder zu Preisrückgängen beim Gold geführt. Umgekehrt machten sich Nachrichten, die für eine Fortsetzung der Geldschwemme sprechen, kaum beim Preis bemerkbar. Einen Grund hierfür sieht Schallenberger bei großen institutionelle Investoren, die wegen des Abwärtstrends beim Goldpreis kein Interesse an dem Edelmetall haben. „Die Malaise der Anleger dürfte deshalb weitergehen“, sagt Schallenberger mit Blick auf das Jahr 2014.

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Auch Starinvestoren kehren den Rücken zu

Kommentare zu " Anlage: Gold verliert an Glanz und an Bedeutung"

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  • Die weltweiten Geldmengen steigen täglich immer weiter. Statt QE3 zu beenden, hat Ben B. es um ganze 10Mrd. US$ reduziert...wow, was für eine Leistung. Also pumpen jetzt die BoJ und die FED monatlich "nur" noch 135MrdUS$ in das System. Komisch nur, das Banken keine Kredite vergeben und Firmengewinne purzeln, wie Lemminge von der Klippe?!?!?

    Wenn doch alles so rosarot ist, warum verkaufen Vorstände massenweise eigene Aktien an Instis (die übriegns total überinvestiert sind!) und Private? Wenn doch alles so gut läuft, warum bleibt der Zins dann bei 0,00 - 0,25%? 1974 war Gold bei 200US$ und ist dann bis 1976 auf 100US$ gefallen...danach wieder auf über 900US$ gestiegen. Heute würde dies einen weiteren Absturz auf 960US$ bedeuten (vom Hoch bei 1,920US$). Welcher Kurs danach aufgerufen wird...ob man dies jetzt glauben mag, oder auch nicht, aber einige werden sich dann verwundert die Augen reiben. Übrigens: falls die Renditen für 10 jährige Anleihen die 30 jährigen Abwärtstrends knacken sollten, ist gar nicht so sicher, ob Aktien momentan wirklich so alternativlos sind, wie überall geschrieben wird...! Dann wird die FED auch schnell QE4 aus der Schublade holen, damit die Renditen von z.B. 4% wieder husch husch auf unter 3% oder tiefer fallen...

  • Gold als Schutz gegen Raubzug von EZB und Staat?

    In einer historischen Ausnahmesituation - diese besteht nach wie vor, auch wenn der Patient „Papiergeld-Schuldensystem“ derzeit künstlich am Leben gehalten wird - ist der Besitz von Gold finanzielle Notwehr. Es beschützt Eigentumsrechte, die der Staat nicht mehr garantiert!

    Der Einbruch des Goldpreises fiel vor allem deshalb so deutlich aus, weil es ein sehr einflussreiches Kartell gibt, das an sinkenden Goldpreisen ein großes Interesse hat.

    Die Marionettenregierungen und int. Bankster, die in der Regel selbst große Mengen an Gold horten, möchten die Flucht aus dem Papiergeld stoppen. Zumal, da der Besitz von physischem Gold für die Staatsmafia nicht kontrollierbar ist, sofern Kauf und Verkauf anonym erfolgen.

    Stark fallende Goldpreise sollen den Privatanlegern das begehrte Edelmetall madig machen.
    Oder ist es etwa ein Zufall, dass der Goldpreis ausgerechnet auf dem Höhepunkt der Zypern-Krise einbrach?

    Richtig erfolgreich scheint diese Strategie jedoch nicht zu sein. Die absurden Höhenflüge der Internet-Währung Bitcoin belegen, dass viele Menschen aus den Papiergeldwährungen der globalen Schuldenmacher ( Bankster ) fliehen möchten.

    Doch kann sich die geballte Kraft der Manipulateure dauerhaft am Markt durchsetzen?

    Zweifel sind angebracht, denn wenn es vor zwei oder drei Jahren richtig war, Gold zu kaufen, dann kann es heute nicht falsch sein. Eher im Gegenteil. Die Pleitestaaten Südeuropas werden 2014 noch einmal höhere Schulden machen als 2013.
    Und ein Leitzins von 0,25 Prozent signalisiert sehr anschaulich, was Papiergeld wirklich wert ist – so gut wie nichts!

    Warum erfahren wir in den gleichgeschalteten Massenmedien nichts über das Schuldgeldsystem der int. Bankster?

    Wer steht hinter den gleichgeschalteten Massenmedien?

    Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" bzw. "Das Zwangsgeldsystem Mario Fleischmann" oder "Prof. Bernd Senf - Tiefere Ursachen der Krise" suchen.

  • Ähnlich wird es wahrscheinlich Ende 2014 mit den Aktien aussehen.

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