Anleger befürchten Lieferstopp für irakisches Öl
Lage im Irak sorgt für steigenden Ölpreis

Nach den gescheiterten Selbstmordanschlägen auf die irakischen Ölanlagen am Persischen Golf ist der Ölpreis zum Wochenbeginn wieder deutlich gestiegen.

HB FRANKFURT. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Juni kletterte am Montag in London bis zum frühen nachmittag um 1,24 Prozent auf 33,50 US-Dollar. Mitte April war der Ölpreis in der Spitze noch bis auf 34,20 Dollar gewachsen und lag damit nur knapp unter den Höchstständen bei Ausbruch des Irakkriegs von 34,55 Dollar je Barrel.

„Die unsichere Lage im Irak treibt die Preise an den Ölmärkten nach oben“, sagte Rohstoffexperte David Thomas von der Commerzbank. Die Anleger befürchteten einen Lieferstopp von irakischem Rohöl. Derzeit habe das Land ein Fördervolumen von 1,8 Millionen Barrel pro Tag erreicht.

Das US-Militär hatten am Wochenende einen versuchten Selbstmordanschlag auf das südirakische Ölterminal Umm Qasr bei Basra bestätigt. An den Ölanlagen sei jedoch kein Schaden entstanden. Über Umm Qasr läuft zur Zeit praktisch der gesamte auf Schiff verladene Ölexport des Irak. Der Hafen wurde nach dem Anschlag zunächst geschlossen. Bisher hatte es im Irak terroristische Anschläge gegen Ölpipelines nur im Landesinneren gegeben.

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