Anschläge wirken sich kaum aus
Euro-Kurs schlägt nur kurz aus

Moderat haben die Devisenmärkte auf die Explosionen in Istanbul reagiert. Lediglich für wenige Sekunden kletterte der Kurs der Gemeinschaftswährung auf ein neues Allzeithoch von 1,2000 $, nachdem von einer Evakuierung des Weißen Hauses berichtet worden war. Nach Klärung des Vorfalls bewegte sich der Euro aber wieder auf seinem Vortagsniveau. Erst am Mittwoch hatte der Euro mit 1,1977 Dollar ein neues Allzeithoch erreicht.

HB FRANKFURT. Am späten Nachmittag wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,1917 $ notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1909 (Mittwoch: 1,1910) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8397 (0,8396) Euro.

„Es ist schon sehr erstaunlich, dass der Markt nur so moderat auf die Ereignisse in der Türkei regiert hat“, sagte der Devisenstratege Carsten Fritsch von der Commerzbank. Offensichtlich reagiere der Markt nur noch, wenn Anschläge in wirtschaftlich starken Ländern passieren. Zudem scheint die Lage im Irak die Marktteilnehmer „abgestumpft“ zu haben.

Die in den USA veröffentlichten Konjunkturdaten, die allesamt besser als erwartet ausgefallenen seien, hätten wie in der jüngsten Vergangenheit keine Rolle gespielt. Belastet werde der Dollar von dem zuletzt deutlichen Rückgang der Kapitalzuflüsse in die USA, aber auch vom Protektionismusstreit mit der Europäischen Union und China. Zudem drückten die sich häufenden Fälle von Wirtschaftskriminalität an der Wall Street auf den Dollar.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6994 (0,7021) britische Pfund, 129,66 (129,82) japanische Yen und 1,5481 (1,5518) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 394,30 (395,15) notiert. Der Kilobarren kostete 10 645 (Vortag: 10 740) Euro.

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