Anzeichen für geringere US-Nachfrage
US-Ölpreis fällt nach Anstieg der Lagerbestände

Die Ölpreise haben am Freitag im Nachmittagshandel weiter nachgegeben. Es gebe Anzeichen für eine sinkende Nachfrage in USA nach Mineralölprodukten, zudem hätten mehrere US-Raffinerien ihre Förderung wieder aufgenommen, sagten Händler.

dpa-afx FRANKFURT. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Novemberauslieferung sank bis 17.50 Uhr um 1,58 Dollar auf 61,50 Dollar. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank um 1,24 Dollar auf 58,90 Dollar.

Die Experten werten den jüngsten Rückgang der Lagerbestände in den USA als Zeichen für einen Rückgang der Nachfrage. Die französische Großbank Societe Generale spricht sogar von einer "tief greifenden Störung der Nachfrage" .In den USA sind die Lagervorräte für Rohöl in der abgelaufenen Woche nach Angaben des US-Energieministeriums vom Donnerstag um eine Million Barrel gestiegen.

Zudem seien die Fördermengen auf den Ölplattformen im Golf von Mexiko in den vergangenen Tagen weiter gestiegen, so die Investmentbank JP Morgan. Nach den Wirbelstürmen "Katrina" und "Rita" war die Ölförderung in der Region größtenteils ausgefallen. Derzeit seien noch 28,8 Prozent der bemannten Ölplattformen im Golf von Mexiko evakuiert, schreiben die JP Morgan-Analysten und beziehen sich dabei auf Angaben der zuständigen US-Behörde MMS. Nach den jüngsten Berichten zeigen sich "langsame Erholungstendenzen bei der Produktion".

Trotz der aktuell sinkenden Ölpreise geben die Experten aber keine Entwarnung. Ein besonders kalter Winter in Nordamerika könne den Ölpreis durchaus auf neue Rekordwerte bei 75 Dollar treiben, hieß es in einer Studie des US-Finanzdienstleisters Mellon Financial Corporation. Allerdings schließen die Experten auch einen deutlichen Rückgang der Ölpreise nicht aus. Preise unter der Marke von 50 Dollar könnten allerdings nur erreicht werden, wenn die Opec weiter auf die Nachfragesituation reagiere.

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