Arbeitsmarktdaten schickten Dollar auf Talfahrt
Technische Faktoren lösen Kursrally beim Euro aus

Die Gemeinschaftswährung notierte am späten Nachmittag bei 1,3349 Dollar. Anschlusskäufe nach der Überwindung charttechnischer Widerstände haben eine Kursrally beim Euro ausgelöst.

HB FRANKFURT. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzwert des Euro am frühen Nachmittag noch rund einen Cent tiefer mit 1,3246 (Vortag 1,3197) Dollar festgezurrt. „Nachdem der Euro die charttechnischen Widerstände bei 1,3260 beziehungsweise 1,3270 Dollar herausgenommen hat, haben Anschlusskäufe den Euro weiter nach oben getrieben“, sagte ein Händler. Mehrere Börsianer machten einen Stimmungswechsel an den Terminmärkten aus, wo die Anleger zuletzt Euro-Positionen aufgebaut hätten. „Die negative Sicht für die Zukunft des Dollar kehrt offensichtlich wieder in die Köpfe der Anleger zurück“, sagte der Händler.

Zudem sorgten die am Freitag anstehenden US-Handelsdaten für Verunsicherung bei den Investoren. „Vor der Handelsbilanz nehmen die Dollar-Verkäufe zu“, sagte ein Händler. Die hohen Defizite der USA in der Handels- und der Leistungsbilanz gelten als Hauptursachen der Dollarschwäche. Der Fehlbetrag in der US-Handelsbilanz dürfte nach Analystenschätzungen mit 56,50 Milliarden Dollar leicht über dem Dezemberdefizit von 56,40 Milliarden Dollar liegen.

Auslöser für die Kursverluste des Dollar waren am Freitag die Arbeitsmarktdaten aus den USA. Die teils hohen Erwartungen einiger Anleger waren enttäuscht worden und hatten am Devisenmarkt zu Dollar-Verkäufen geführt. Am Montag hatte sich die US-Währung dann etwas von ihren Verlusten erholt.

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