Auch Deutsche Bank ist betroffen: US-Klage gegen Großbanken wegen Devisen-Skandal

Auch Deutsche Bank ist betroffen
US-Klage gegen Großbanken wegen Devisen-Skandal

Ein Vorwurf ist die Manipulation von Referenzkursen. Zwölf Großbanken, auch die Deutsche Bank, müssen sich in den USA bald vermutlich zivilrechtlich verantworten. Mindestens 30 Händler wurden bereits entlassen.
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New YorkIm Skandal um mutmaßliche Manipulation des Devisenmarktes haben mehrere Investoren in den USA ihre Klagen gegen zwölf Großbanken gebündelt. Im Visier sind unter anderem die Deutsche Bank sowie die Schweizer Geldhäuser Credit Suisse und UBS. Sie sollen sich seit Anfang 2003 abgesprochen haben, um Devisenkurse zum Nachteil ihrer Kunden zu manipulieren. Zu den Klägern gehören die Stadt Philadelphia sowie mehrere Pensions- und Hedgefonds. Sprecher der beklagten Institute lehnten eine Stellungnahme ab oder waren zunächst nicht erreichbar.

Am Devisenmarkt werden täglich etwa 5,3 Billionen Dollar umgesetzt. Einzelne Banker stehen im Verdacht, bei der Festlegung von Referenzkursen getrickst zu haben. Ähnlich wie im Skandal um manipulierte Zinsen drohen den Geldhäusern nach Einschätzung von Experten Milliardenstrafen, sollten sich die Vorwürfe bestätigen. Ins Rollen gebracht hatten die Untersuchungen vor etwa einem Jahr die Aufsichtsbehörden in Europa, allen voran in Großbritannien. Weltweit haben Finanzinstitute inzwischen mindestens 30 Händler beurlaubt oder entlassen. Insidern zufolge musste zuletzt auch eine führende Devisenhändlerin der Deutschen Bank in London ihren Schreibtisch räumen.

Das jüngste zivilrechtliche Verfahren wurde am Montagabend bei einem Bezirksgericht im New Yorker Finanzdistrikt Manhattan auf den Weg gebracht. Es fasst mehrere seit November laufende Klagen zusammen. Zu den Beklagten zählen auch zahlreiche Institute aus den USA, Großbritannien und Frankreich. Im Einzelnen sind es noch die Bank of America, Barclays, BNP Paribas, Citigroup, Goldman Sachs, HSBC, JPMorgan, Morgan Stanley sowie die Royal Bank of Scotland.

Der Schaden wird in der Klage nicht genau beziffert. Die Fonds sind Kunden der zwölf Großbanken, die im Devisengeschäft zusammen auf einen Marktanteil von 84 Prozent kommen. Händler der betroffenen Banken sollen sich seit Januar 2003 über Internetforen, Messaging-Dienste sowie E-Mails abgesprochen haben, um das sogenannte WM/Reuters Fixing zu manipulieren. Dieses wird täglich um 16.00 Uhr Londoner Zeit errechnet und zählt zu den am meisten genutzten Kursen am Devisenmarkt.


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • "....sollten sich diese Vorwuerfe bestaetigen."
    Was fuer eine schwachsinnige Fragestellung?
    Egal weswegen man dieses Verbrechersynikat verdaechtigt, die Realitaet ist meist noch schlimmer, als jede Verdaechtigung und die DB, mit dem Motto "Betrug aus Leidenschaft" ist ohne jeden Zweifel IMMER dabei, wenn nicht fuehrend!

  • Weshalb hat die BaFin von allem nichts bemerkt?

    Wer Probleme mit derartigem Ausmaß nicht erkennt, kann man nicht gebrauchen.

    Finanzaufsicht? Wie denn?

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