Auch mehr Gas und Kohle geplant: Russland setzt Opec unter Druck

Auch mehr Gas und Kohle geplant
Russland setzt Opec unter Druck

Russland als größter Erdölproduzent weltweit will in diesem Jahr deutlich mehr von dem schwarzen Gold fördern.

HB MOSKAU. Der Ausstoß für das angebrochene Jahr werde um 10 Prozent auf 432 Mill. Tonnen steigen, kündigte das Energieministerium in Moskau in einer Erklärung am Neujahrstag an. Russland produzierte Ende 2003 mehr als Saudi- Arabien und widersetzte sich in der Vergangenheit mehrfach der OPEC- Preispolitik. Das Land ist nicht Mitglied des Kartells.

Die privatisierte russische Erdölindustrie hatte bereits im Vorjahr die Produktion um über zehn Prozent gesteigert und eine Jahresmenge von 390 Mill. Tonnen angestrebt. Die Regierung in Moskau machte keine konkreten Angaben zu geplanten Exportsteigerungen. Präsident Wladimir Putin hatte im Dezember höhere Steuern für Erdölexporte angekündigt.

Größter Ölförderer in Russland ist der unter Betrugsverdacht stehende Yukos-Konzern mit einem Anteil von 20 Prozent. Yukos wird vorgeworfen, mehrere Milliarden Euro Steuern hinterzogen zu haben. Auf das zweitgrößte Unternehmen Lukoil entfallen etwa 18 Prozent der Fördermenge.

Angesichts des starken Wirtschaftswachstums in Russland sollen auch die übrigen Energiebranchen expandieren. Die Gasförderung werde im Jahr 2004 auf knapp 625 Mrd. Kubikmeter ansteigen. Das wären 4 Prozent mehr als die für 2003 prognostizierte Menge. Der Plan für die Bergwerke sieht vor, 275 Mill. Tonnen Kohle zu fördern. Die Stromproduktion soll 936 Mrd. Kilowattstunden betragen.

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