Auch Preis für Nordsee-Öl auf Rekordhoch
US-Ölpreis knapp unter 130 Dollar

Der US-Ölpreis hat sich am Mittwoch nach einem neuen Rekordsprung knapp unter der Marke von 130 Dollar gehalten.

HB SINGAPUR/FRANKFURT. Der US-Ölpreis hat sich am Mittwoch nach einem neuen Rekordsprung knapp unter der Marke von 130 Dollar gehalten. Mit der Sorge vor einer weiter steigenden Nachfrage nach Rohöl auf den Weltmärkten und vor möglichen Versorgungsengpässen stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Juni im asiatischen Handel zeitweise auf 129,60 Dollar und damit so hoch wie noch nie. Im weiteren Handelsverlauf rutsche der Preis dann aber wieder leicht ab und stand zuletzt bei 129,07 Dollar.

"Der Ölpreis wird aktuell vor allem von großen Fondsgesellschaften getrieben", sagte der Rohstoffexperte Tony Nunan vom japanischen Mischkonzern Mitsubishi. "Die finanzstarken Investoren greifen in der Hoffnung auf weiter steigende Preise zu." Zudem hätten eine Reihe von höheren Ölpreisprognosen führender Banken die Kauflaune weiter angeheizt, sagte David Moore von der Commonwealth Bank of Australia.

Der Preis für die in Europa führende Nordseesorte Brent ist am Mittwoch auf ein Rekordhoch bei 128,28 Dollar pro Fass (159 Liter) gestiegen. Händler führten die Preisrally weiter auf die Weigerung der Opec zurück, die Fördermenge zu erhöhen. Zudem trieben auch die Abgaben beim Dollar den Ölpreis.

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